Werne. Vom 7. bis 11. Mai gab es am Gymnasium St. Christophorus (GSC) für die Schülerinnen und Schüler viel zu entdecken. Anlässlich des Europatages (9. Mai) stellte die Schule für die Tage davor und danach ein buntes Programm zur politischen Bildung zusammen.
„Als Europaschule legen wir viel Wert auf verstärkte Europabildung. Dazu gehören auch Sprachen und Mehrsprachigkeit, politische Bildung und Kenntnisse zur EU“, fasste Dr. Bernhard Helzle-Drehwald, Europa-Koordinator des GSC, das Angebot zusammen.
Den Start machte die Jahrgangsstufe 9 am Donnerstag (7. Mai) durch eine kulinarische Begegnung mit Georgien. Als Teilnehmende des Wettbewerbs „EUROPA – WestOstWärts!“ setzten sie sich innerhalb ihres zweijährigen Europa-Wahlfaches mit dem Land auseinander. Von den gewonnenen Eindrücken hat die gesamte Schulgemeinschaft profitiert, die sich am selbstgemachten georgischen Buffet des Kurses gegen einen kleinen Unkostenbeitrag beteiligen durfte.
Gestärkt ging es am darauf folgenden Freitag mit Besuch von Vertretern des „Internationalen Clubs Werne“ in den Klassen der Jahrgangsstufe 5 weiter. Die ehemalige Museumsleiterin Heidelore Fertig-Möller berichtete durch persönliche Bezüge zu Polen und Teilnehmerin erster Delegationsreisen über die Partnerstadt Wałcz.

Horst Zühlke, der als ehemaliger Lehrer am GSC den Schüleraustausch an der Schule begründete, war für die Vorstellung der Partnerstadt Lytham St. Annes zuständig, an die Konrad Günther anschloss, der die Schülerinnen und Schüler mit der französischen Partnerschaft Bailleul bekannt machte.
Die fundierten persönlichen Erfahrungen wurden am Montag der folgenden Woche um sprachliche und politische Kompetenzen ergänzt. Der Jahrgang 7 durfte sich in Schnupper-Sprachkursen mit vier von zwölf angebotenen Fremdsprachen bekannt machen. Lehrer, Ehemalige und Eltern trugen zu einem Angebot bei, das auch unbekanntere Sprachen wie Altgriechisch, Baskisch, Niederländisch und Ungarisch im schulischen Kontext erfahrbar machte.

Den Abschluss bildete der Montagmorgen und -mittag für die älteren Schüler der Q1 mit einem europapolitischen Planspiel zum Thema „Global Fashion“ und der Handelspolitik in der EU. Zu Gast waren vier Teamerinnen und Teamer vom Civic Institute in Düsseldorf. Auf Ebene der Europäischen Union schlüpften die Teilnehmenden in Rollen, um die Gesetzgebungsverfahren im Europäischen Parlament und im Rat der EU hautnah kennenzulernen und zu simulieren. Dabei diskutierten und überarbeiteten sie Gesetzentwürfe zu Themen wie Freihandelsabkommen und Verbraucherinformationen. Ein besonderer Fokus lag auf der Reflexion über die ökologische Verantwortung der EU sowie deren Zuständigkeiten im internationalen Handel. Die Veranstaltung wurde durch die Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert.
Begleitet wurde das gesamte Angebot außerdem durch die Erstellung von Plakaten zu Inhalten des Wahlfaches Europa. Die Themen lauteten beispielsweise „Wie viel Europa steckt in uns?“, „Topographie Europas“ und „Osteuropa – Terra incognita?“. Die gebastelten Plakate wurden in der Pausenhalle an der Wand zur Kapelle aufgehängt und erinnern auch weiter an die Eindrücke und Erkenntnisse der Europatage.






















