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Werne. Ende Mai hatte die BIN eine Exkursion mit Dr. Götz Loos durchgeführt. Planung und Einladung zu dieser Veranstaltung waren lange vor Bekanntwerden der großen Kilimademonstration von Hamm zum Gersteinwerk erfolgt, da war eine Kollision dieser beiden Veranstaltungen nicht mehr zu verhindern.

Trotz hoher Temperaturen und Schwüle fand sich immerhin ein kleiner Kreis von acht interessierten Bürger/innen ein. Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Loos wurden die Teilnehmenden vom Stadthaus aus an zwei Brücken vorbei flussaufwärts Richtung Wohngebiet „Neue Nath“ geführt. Dabei war es zunächst allerdings nicht möglich, unmittelbar am Bachlauf entlangzugehen, da das Gelände weiträumig abgesperrt worden war. Grund für diese Absperrung war ein umsturzgefährdeter größerer Baum, eine Kanada-Pappel stand nach Einschätzung von Fachleuten nicht mehr sicher im Boden verwurzelt und bildete ein nicht unerhebliches Sicherheitsrisiko für die Menschen, die sich in Nähe dieses Baumes bewegen wollten.

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Es wurde entschieden eine sichere Wegvariante zu wählen. Mit Ausführungen zu aktuellen klimatischen Erscheinungen begannen dann Erläuterungen des Referenten: Temperaturextreme von 30°C, jetzt schon im Mai, können durchaus als Indikator eines Klimawandels gewertet werden und müssten eigentlich auch Klimawandelskeptiker überzeugen. Das an sich ozeanische Klima unserer Region mit milden Wintern und moderaten sommerlichen Verhältnissen entwickelt sich nachweislich immer deutlicher hin zu einem kontinentalen Klima mit extremeren klimatischen Bedingungen zwischen Sommer und Winter.

So wurde also schon beim Auftakt der Exkursion deutlich, wie bedeutsam die Horne und ihr Baumbestand für den Wasserhaushalt und das Binnenklima der Stadt Werne sind. Dr. Loos machte immer wieder auf wichtige Phänomene aufmerksam: So sprach er zum Beispiel die Verbreitung verschiedener Pflanzen an wie zum Beispiel die des Roten Acker-Gauchheils, der als ursprüngliche Ackerpflanze mittlerweile auch im innerstädtischen Bereich von Werne anzutreffen ist.

Ebenso hat sich die Strahlenlose Kamille, eine Heilpflanze, weiträumig in vielen Bereichen angesiedelt. Als Stickstoffanzeiger und Gewürzkraut ist die Knoblauchrauke sehr verbreitet. Anzutreffen ist ebenfalls der Rote Fingerhut als zweijährige Staude, bei ihr handelt es sich um eine Heilpflanze bei Herzerkrankungen, sie gilt zudem als hitzeresistente Hummelpflanze. In den Böschungsbereichen fanden sich Brennnesseln, ebenfalls eine Heil- und Arzneipflanze, die bekannt dafür ist, dass sie als Futterpflanze für das Raupenstadium einiger Tagfalter bedeutsam ist. Darüber hinaus gilt sie auch als Indikator für einen hohen Stickstoffeintrag aus Boden, Luft und Wasser.

Am Samstag, 5. September 2026, von 14 bis 17 Uhr wird eine weitere Exkursion angeboten mit dem Thema: Die Horne im Mündungsbereich der Lippe. Treffpunkt ist an der Freilichtbühne in Werne.

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