Werne/Lage. Hochsommerliche Temperaturen von deutlich über 30 Grad stellten die Athletinnen und Athleten bei den Westfälischen Meisterschaften (Teil 3) am vergangenen Wochenende im Carl-Heinz-Reiche Stadion in Lage vor besondere Herausforderungen.
Dennoch präsentierte sich der TV Werne 03 mit insgesamt 13 Teilnehmenden in ausgezeichneter Form und kehrte mit zahlreichen Podestplätzen, persönlichen Bestleistungen und zwei Qualifikationen für die Deutschen Meisterschaften zurück.
Silber und persönliche Bestleistungen im Stabhochsprung und Weitsprung
Für ein sportliches Ausrufezeichen sorgte Carlo Zaccheddu (M15) im Stabhochsprung. Mit einer bisherigen Bestleistung von 3,30 Metern angereist, steigerte sich der Nachwuchsathlet auf starke 3,40 Meter und sicherte sich damit die Silbermedaille. Auch im Weitsprung wusste Zaccheddu zu überzeugen: Mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 5,88 Metern belegte er einen hervorragenden fünften Platz.

Ebenfalls erfolgreich war Leonas Czeranka (M14), der im Stabhochsprung mit übersprungenen 3,00 Metern den Vizemeistertitel holte. Im Weitsprung zeigte er ebenfalls eine solide Leistung und sprang mit 5,15 Metern nur knapp an seine Bestweite heran, was ihm den siebten Platz einbrachte.
Teamarbeit zahlt sich aus: DM-Qualifikation über 800 Meter
Ein besonderes Highlight aus Werner Sicht war der Auftritt der 800-Meter-Läufer. Felix Uhlig hatte sich vorgenommen, die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften zu unterbieten – und bekam dabei tatkräftige Unterstützung von seinem Teamkollegen Felix Mondry del Olmo.
Mondry del Olmo übernahm mutig die Rolle des Pacemakers und setzte sich über die ersten 400 Meter an die Spitze. Durch diese taktische Unterstützung konnte Uhlig im Windschatten Kräfte sparen – ein entscheidender Faktor bei den schwierigen Bedingungen. Mondry del Olmo stellte dabei seine eigene Leistung bewusst in den Hintergrund, um seinem Teamkameraden zu helfen.
Die Strategie ging auf: Felix Uhlig lief ein starkes Rennen, belegte Platz drei und verbesserte seine persönliche Bestleistung auf 2:04,83 Minuten – gleichzeitig die Norm für die Deutschen Meisterschaften. Damit wird er vom 10. bis 12. Juli in Bochum-Wattenscheid an den Start gehen. Mondry del Olmo belegte am Ende Platz 11.
Auch Mia Ruckes sammelte wertvolle Erfahrung. Bei ihrer ersten Teilnahme an westfälischen Meisterschaften über 800 Meter lief sie mit 2:42,55 Minuten nahe an ihre Bestzeit heran und konnte mit ihrer Leistung zufrieden sein.
Gold, Silber und starke Teamleistungen
Für den größten Einzelerfolg sorgte Maja Bolinger, die sich über 200 Meter die Goldmedaille sicherte, damit den Titel nach Werne holte und erneut die Qualifikationsnorm für die Deutschen Meisterschaften unterbot.

In der 4×200-Meter-Mixed-Staffel lief das Quartett mit Christoph Ealden, Ole Herick, Maja Bolinger und Johanna Czeranka ein beherztes Rennen und wurde in 1:37,91 Minuten mit der Silbermedaille belohnt. Nur die starke Staffel der LG Dortmund war schneller.
Isabelle Fernholz trat sowohl im 200-Meter-Einzel als auch in der Staffel an. Im Einzelrennen verhinderte ein kräftiger Gegenwind von 2,5 m/s eine neue Bestzeit. Dennoch zeigte sie sich zufrieden, insbesondere über die Teamleistung in der Mixed-Staffel mit Tim Gaide, Titus Groß und Charlotte Görz, die gemeinsam den achten Platz belegten.
Licht und Schatten auf der Laufbahn
Pech hatte Charlotte Görz über 400 Meter Hürden. Nach einem couragierten Rennen stürzte sie an der siebten Hürde und konnte den Lauf nicht beenden. Dennoch zeigte sich das Multitalent anschließend positiv in Hinsicht auf die anstehenden Deutschen Einzelmeisterschaften.
Starke Leistungen im Wurfbereich
Auch in den Wurfdisziplinen überzeugten die Werner Athleten. Christoph Ealden sicherte sich im Speerwurf mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 42,74 Metern den dritten Platz. Nur minimal dahinter landete Titus Groß, der mit 42,67 Metern erstmals die 40-Meter-Marke übertraf und Rang vier belegte.
Johanna Czeranka, eigentlich als Mehrkämpferin aktiv, zeigte ebenfalls solide Leistungen und erreichte Platz sieben im Speerwurf sowie Platz acht über 200 Meter.
Persönliche Bestleistungen auf der Sprintstrecke
Im Sprintbereich konnten mehrere Athleten ihre Form steigern: Ole Herick lief die 200 Meter in 24,32 Sekunden und stellte damit eine persönliche Bestleistung auf (Platz 13). Auch Tim Gaide konnte sich über eine neue Bestzeit freuen und absolvierte die Strecke in 25,61 Sekunden.





















