Werne. Im damaligen KZ Esterwegen trafen 43 Teilnehmende vor Wochenfrist zuerst im Kloster
der Franziskanerinnen ein, die sich mit ihren Gebeten den Toten und Leiden in Orten der Verfolgung widmen.
Die Gruppe aus Werne hat sich in besonderer Weise an diesem Ort dem mutigen Handeln seiner Kolpingbrüder im Jahr 1935 erinnert. Pater Romuald und Pater Gisbert, die Präsides vom Kapuzinerkloster Werne, führten in einem Gottesdienst in Gebete, Erinnerungen und Liedern zu dem mutigen Handeln der Kolpingbrüder hin.
Dabei wurde den Teilnehmern bewusst, dass mutiges Handeln für einen Christen stets vonnöten ist, um auch heute unrechten Gedanken und Taten zu widersprechen.
Nach einer Stärkung wurde die Gruppe durch die Gedenkstätte geführt. Hier wird in einer einprägsamen Ausstellung auf die damalige NS-Zeit mit ihren Gräueltaten hingewiesen, insbesondere welche Leiden die Gefangenen im KZ zu überstehen hatten. Viele bezahlten diese Untaten mit dem Leben.
Die sechs Kolpingbrüder aus Werne kamen nach einem halben Jahr wieder frei, von Schlägen, Erniedrigungen und Hunger gekennzeichnet. Erst nach der Befreiung durch die Alliierten durften sie über ihre schwere Zeit berichten. So ist auch der Bericht von Heinrich Kroes entstanden. Ihm und den anderen hat die Kolpingsfamilie ein Buch gewidmet und im Eingang zum Kolpingsaal ist von der Stadt eine Gedenktafel angebracht worden.





















