Werne/Kreis Unna. Nach einem Jahr ist das Cross-Mentoring-Programm für Frauen im Kreis Unna erfolgreich abgeschlossen worden. Insgesamt 15 Frauen aus den Verwaltungen der Städte Bergkamen, Fröndenberg, Kamen, Lünen, Unna und Werne sowie der Gemeinde Bönen nahmen an dem Programm teil.
Das Projekt wurde von den Gleichstellungsbeauftragten in den Verwaltungen auf den Weg gebracht, begleitet und durch das Studieninstitut Ruhr in Dortmund durchgeführt. Ziel war es, Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung zu stärken, zu ermutigen Führungsaufgaben zu übernehmen und den verwaltungsübergreifenden Austausch zu fördern.
Besonderheit des Programms war das sogenannte Cross-Mentoring: Mentorinnen und Mentoren sowie Mentees aus unterschiedlichen Verwaltungen bildeten Tandems. Die Stadt Werne beteiligte sich mit vier Beschäftigten: Ein Mentor und eine Mentorin begleiteten jeweils ein Menti aus einer anderen Verwaltung im Kreis Unna. Im Gegenzug wurden die beiden Mentees der Stadt Werne von Führungskräften aus einer anderen kommunalen Verwaltung begleitet.
Die erfahrenen Mentorinnen und Mentoren begleiteten ihre Mentees über ein Jahr hinweg, gaben Einblicke in ihren beruflichen Werdegang, teilten ihre Erfahrungen und unterstützten sie bei ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Durch den verwaltungsübergreifenden Austausch erhielten die Teilnehmerinnen zugleich neue Einblicke in andere Organisationsstrukturen und konnten wertvolle Erfahrungen über die eigene Verwaltung hinaus sammeln. Ergänzt wurde das Mentoring durch Seminare zu Themen wie „Von der Kollegin zur Führungskraft“, „Überzeugend auftreten“ und „Work-Life-Balance“.
Sowohl die Mentees als auch die Mentorinnen und Mentoren profitierten von dem intensiven Austausch. Während die Mentees ihre fachlichen und persönlichen Kompetenzen weiterentwickeln und ihr berufliches Netzwerk ausbauen konnten, gewannen auch die Mentorinnen und Mentoren neue Impulse für ihr eigenes Führungsverhalten und ihre berufliche Praxis.
Die Bilanz des Projekts fällt außerordentlich positiv aus: Fünf der 15 Mentees haben bereits im Verlauf des vergangenen Jahres eine Führungsposition übernommen. Die übrigen Teilnehmerinnen können sich vorstellen, künftig ebenfalls eine entsprechende Verantwortung zu übernehmen. Das Cross-Mentoring hat damit eindrucksvoll gezeigt, wie wirksam gezielte Förderung, persönlicher Erfahrungsaustausch und verwaltungsübergreifende Vernetzung für die berufliche Entwicklung von Frauen sein können.
Auch die Teilnehmerinnen ziehen ein durchweg positives Fazit. Besonders hervorgehoben wurden der vertrauensvolle Austausch mit den Mentorinnen und Mentoren, die Möglichkeit, neue Perspektiven kennenzulernen, sowie die Stärkung des eigenen Selbstvertrauens. Eine Mentee fasst ihre Erfahrungen so zusammen: „Die Teilnahme an dem Programm hat mich gestärkt und meinen persönlichen beruflichen Weg klarer gemacht. Ich habe mehr Vertrauen in meine Fähigkeiten gewonnen und verfolge meine beruflichen Ziele konsequenter.“
Insgesamt bewerten die Organisatorinnen das Cross-Mentoring-Projekt als großen Erfolg. Es hat nicht nur die individuelle berufliche und persönliche Entwicklung der Teilnehmerinnen gefördert, sondern auch einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, Frauen für Führungsaufgaben in den kommunalen Verwaltungen zu gewinnen und sie auf diesem Weg zu stärken. Die positiven Rückmeldungen sowie die bereits übernommenen Führungspositionen zeigen, dass gezielte Förderung, Vernetzung und der Austausch über Verwaltungsgrenzen hinweg nachhaltige Wirkung entfalten können.





















