Werne. Noch ist der Trinkwasserbrunnen auf dem Marktplatz eingerüstet, doch schon bald soll die Gratis-Quelle für Passanten Trinkwasser spenden. Das erfuhr WERNEplus auf Nachfrage von Louisa Rose, Klimaschutzmanagerin der Stadt Werne.
Eine Probeentnahme durch einen Mitarbeiter des Umweltlabors ACB hatte bereits am 7. August 2026 stattgefunden, dass soll nun wiederholt werden. „Ende dieser Woche lassen wir eine abschließende Beprobung durchführen, um anschließend gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Kreis Unna die Eröffnung des Trinkbrunnens zu prüfen“, teilte sie mit.
Vorausgegangen ist eine längere Geschichte um die Inbetriebnahme des Wasserspenders, der nicht nur an heißen Tagen einen schnellen und kostenlosen Zugang zu Trinkwasser für Mensch (und Hund) bieten soll. Diese geht auf dem Sommer 2023 zurück als die FDP-Fraktion als Ideengeber und die Unabhängige Wählergemeinschaft als Initiator einer Spendensammlung das Thema auf die politische Tagesordnung setzten.
Nach der Aufstellung des Wasserspenders Anfang Mai 2025 folgte alsbald die Enttäuschung, weil eine Verkeimung im Innern des Edelstahlbrunnens eine Inbetriebnahme verhinderte. Das Problem erwies sich als hartnäckig und hatte wiederholte Maßnahmen zur Behebung der Ursachen zur Folge.
Zusätzlich installierte Intervallspülung senkt Verkeimungsrisiko
Zu den Ursachen informiert die Klimaschutzmanagerin: „Die Keime können bereits bei der Installation des Trinkbrunnens in die Leitungen gekommen sein. Ob die Verkeimung bereits vor oder erst nach der Installation aufgetreten ist, können wir jedoch nicht sicher nachweisen. Dies ließ sich erst durch eine Trinkwasserprobe am angeschlossenen Trinkbrunnen feststellen.“
Begünstigt werde eine Verkeimung dadurch, dass es sich bei dem Trinkbrunnenmodell am Marktplatz nicht um einen Dauerläufer handelt, sprich das keine automatische Hygienespülung stattfindet. „Längere Standzeiten des Wassers in den Leitungen begünstigen die Keimbildung, besonders an warmen Tagen“, so Rose.

Um der Verkeimung beizukommen, hatte eine Fachfirma den Trinkbrunnen in diesem Frühjahr vollständig auseinandergebaut und alle Einzelteil desinfiziert. Zudem wurde laut Louisa Rose beim Zusammenbau ein automatisches Spülmodul ergänzt, welches eine Intervallspülung des Brunnen ermögliche und so das Risiko einer Verkeimung erheblich mindere.
„Aktuell spült der Brunnen automatisch im 10-Minuten-Takt mit einer Spüldauer von insgesamt drei Minuten, was den gängigen Hygienestandards bei Trinkwasserbrunnen in Deutschland entspricht“, erläuterte sie ferner.
Ob es sich bei der Verkeimung des Trinkbrunnens um einen Garantie- oder Versicherungsschaden handelt, sei noch zu prüfen, hieß es weiter. Der zielführende Einbau des Spülmoduls schlägt mit überschaubaren 500 Euro zu Buche.





















