Solebad in Corona-Zeiten: Werne geht baden

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Werne. Das Coronavirus hat Wernes Solebad übel erwischt. Im ersten Quartal fiel der Verlust drei Mal höher aus als geplant. Der Wirtschaftsplan 2020 ist hinfällig.

Deshalb bekommt der Ausschuss für den Bäderbetrieb der Stadt Werne in seiner Sitzung am Dienstag, 16. Juni, eine Neufassung des Rahmenplan auf den Tisch, der im November in Erwartung des ersten vollen und normalen Geschäftsjahres nach der Baupause und Eröffnung im April 2019 verabschiedet worden ist. Um 195 Prozent ist die unvermeidbar rote Zahl unter den Doppelstrich für die ersten drei Monate Betrieb gewachsen: 290.000 Euro Verlust statt der 98.000 Euro in der Hochrechnung zum ersten Quartal ’19, in dem das Bad noch geschlossen war.

Am 16. März hatte die Einrichtung im allgemeinen Lockdown schließen müssen, seit dem 1. April sind die Beschäftigten in Kurzarbeit. Nur das Nötigste in der Anlage laufe noch, die Wassertemperatur sei runtergefahren, so die Betriebsleitung. Aber damit lasse sich auch mit der allmählichen Öffnung mit gedeckelter Auslastung nicht herein holen, was verloren ging und gehen wird.

Verluststeigerung um 565.000 auf 2.527 Millionen Euro lautet die Prognose. Mit gut 1,9 Mio. Zuschuss hätte der Bäderbetrieb als Eigentümer des Bades samt des über ihn durchgereichten Verlustausgleichs bei der Natur-Solebad GmbH als Betreiberin aus dem Geschäftsjahr gehen sollen. Das liegt im Rahmen der Erwartungen, die bei der Neubauplanung formuliert worden waren. In der Hochrechnung für 2021 soll sich der Betrieb dem Ziel wieder nähern. Da ist die Überschreitung des Zuschussbedarfs mit 126.000 Euro taxiert.

Aus dem ersten Jahr im 16,5 Millionen Euro teuren Neubau kommt der Bäderbetrieb übrigens laut am Dienstag ebenfalls anstehendem Jahresabschluss besser heraus als vorauskalkuliert. Mit 2.15 Millionen Euro aus der Rücklage muss die Stadt den Betrieb bei 1.97 Mio. Verlust geschäftsfähig halten. „Befürchtet“ hatten die Verantwortlichen im Wirtschaftsplan 456.000 Euro mehr: 2,47 Millionen.

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