Werne. Anfängerpech – auf diese Formel brachte am Wochenbeginn Marius Gellert die Erfahrungen des Vereins „Rollstuhlgerecht in Stadt Werne“ (RGW) auf den Punkt. Der RGW hatte am vergangenen Samstag zu seiner Gründungsfeier in das evangelische Gemeindezentrum eingeladen.
Wie der Vorsitzende bedauernd feststellte, waren selbst die 50 Menschen, die sich vorab angemeldet hatten, nicht erschienen. Lediglich zwei Kommunalpolitiker hatten ordnungsgemäß abgesagt.
Der RGW gehört erst seit wenigen Wochen in die Reihe der eingetragenen Vereine in Werne. Mit der Eröffnungsfeier planten die Organisatoren den ersten öffentlichen Auftritt. Die Vereinsziele sind unter anderem die Beseitigung von Barrieren, die der Inklusion der Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen entgegen stehen. Besonders engagiert sich RGW für die Schaffung einer mobilen Toilette für alle Behindertengruppen.
Darüber wollte RGW in seiner Gründungsversammlung berichten. Außerdem sollten Vereinsmitglieder geworben werden. Alles war in lockerer Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen oder Grillwürsten und Salat vorgesehen.
Gellert berichtet: „Weil sich 50 Leute angemeldet hatten, haben wir uns auf rund 80 Gäste vorbereitet und für entsprechende Lebensmittel gesorgt.“ Möglicherweise, so räumt der Vereinschef ein, war es ein Fehler gewesen, die Gründungsfeier am gleichen Wochenende wie das Straßenfestival zu veranstalten. Andererseits befinde sich das evangelische Gemeindezentrum in unmittelbarer Nähe zur Festmeile in der Innenstadt. Gellert betont: „Es wäre machbar gewesen, das Straßenfestival mit unserer Gründungsfeier zu verbinden.“ Den ganzen Samstagnachmittag über kamen, so bilanziert Gellert, nur 15 Besucher.

Unter den Angemeldeten befanden sich neben Vertretern der Stadtratsparteien weitere Kommunalpolitiker und auch die Bürgermeister der Nachbargemeinden. Lediglich zwei Kommunalpolitiker haben sich abgemeldet. Marius Gellert kündigte an, dass in der nächsten Vorstandsitzung darüber diskutiert werden, wie eine solche Panne in Zukunft vermieden werden kann. Als einziger offizieller Vertreter war Wernes Behindertenbeauftragter Niklas Wilde gekommen.





















