Werne. Jeden Mittwoch stehen beim Verein „Alle gemeinsam – keiner einsam e.V.“ die Spiele-Nachmittage nicht nur für Senioren auf dem Programm. Dann geht es von 15 bis 16 Uhr in fröhlicher Runde klassische Gesellschafts-, Karten- und Brettspiele. Der Veranstaltungsraum am Roggenmarkt 30 ist barrierefrei erreichbar, eine Anmeldung ist nicht notwendig und die Teilnahme kostenfrei.
Neben Würfelglück und Unterhaltung sei vor allem auch der soziale Aspekt des Angebots wichtig, informiert Maren Spengler und hofft auf neue Mitspieler/innen in der Mittwochsrunde.
Die Veranstaltung biete Raum für Gespräche, gemeinsames Lachen und neue Kontakte. Auch wenn sich das Angebot ursprünglich vor allem an Seniorinnen und Senioren gerichtet haben, seien ausdrücklich Menschen aller Altersgruppen willkommen. Besondere Dynamik entstehe immer, wenn Großeltern mit ihren Enkeln am Spieltisch gemeinsamen viel Freude haben, weiß Spengler zu berichten.
Bereits beim Betreten des Raumes werde klar: Hier geht es um weit mehr als nur um den Sieg. „Der Spaß am Spiel und das Miteinander stehen bei uns absolut im Vordergrund“, erklärt die Organisatorin.
„Rummikub“, „Wizard“, „Mensch ärger dich nicht“ und mehr
Auf den Tischen wartet eine bunte Auswahl von bewährten Brettspiel-Klassikern über strategische Runden Rummikub bis hin zu kurzweiligen Kartenspielen wie „Wizard“, „Top 10“ oder der „Mensch ärger dich nicht“-Abwandlung „Dog – den Letzten beißen die Hunde“ .
Brettspiele seien längst kein Nischenhobby mehr: Rund 5,6 Millionen Deutsche spielen regelmäßig Brett- oder Kartenspiele. Der Markt bleibe auch nach dem Pandemie-Boom lebendig und stabil: 1.000 bis 1.500 neue Spiele erscheinen jährlich, heißt es ferner.
Der Berliner Spieleforscher Jens Junge sehe im Boom der analogen Brettspiele eine Gegenbewegung zum Digitalen, eine Sehnsucht nach echter Begegnung: „Das ist tatsächlich Digital Detox, also digitale Entgiftung.“
Das größte Hindernis, um neue Spiele kennenzulernen, seien oft die Anleitungen. Deshalb werden beim Spiele-Nachmittag alle Spiele erklärt und beim Spielen unterstützt. Wer es gern ruhiger möge, könne auch in Gesellschaft bei einem Kaffee oder Getränk für sich Puzzeln oder Mangas malen.
Der Nachmittag erfülle zudem noch einen ganz anderen, wichtigen Zweck: Er setzt ein Zeichen gegen die soziale Isolation im Alter. „Viele ältere Menschen sind in ihrem Alltag oft allein. Veranstaltungen wie diese bieten die perfekte Gelegenheit, ungezwungen neue Kontakte zu knüpfen, alte Freundschaften zu pflegen und der Einsamkeit aktiv zu begegnen“, schreibt Maren Spengler.
Das Miteinander zählt
In den Spielpausen, bei Kaffee und Keksen, werde viel erzählt, zugehört und sich ausgetauscht. Egal ob begeisterte Taktiker, leidenschaftliche Würfler oder Menschen, die einfach nur in netter Gesellschaft verweilen und zuschauen möchten – jeder ist herzlich willkommen. Auch wer alleine komme, finde schnell Anschluss an den offenen Spieltischen. Eigene Lieblingsspiele dürfen sehr gerne mitgebracht werden.
„Ziel der Veranstaltung ist es nicht nur, zu gewinnen, sondern vor allem das Miteinander und den Austausch im Ort zu stärken. Jeder ist willkommen – probieren Sie es doch einmal aus“, so Spengler.




















