Stockum. In der Kita Jona in Stockum ist bei 45 zu betreuenden Kindern innerhalb der Woche immer viel los. Das gilt ebenso in Bezug auf den Verkehr für die direkte Umgebung in der Birkenstraße. Die Stadt spricht von einer „gefahrenträchtigen Situation durch die resultierende Verkehrsdichte“ und ist auf der Suche nach Lösungen.
Rund um die Kita handelt es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich. Der Verkehr ist dort relativ unübersichtlich und viele Autos sind dort zu schnell unterwegs – Probleme, welche Anwohnende ebenso gut kennen wie Kita-Eltern.
„Die Belastung der Straße durch Zielverkehre in Assoziation mit dem Kita-Betrieb ist hoch. Dadurch gibt es teilweise gefährliche Situationen“, so Dr. Tobias Gehrke, Leiter des Kommunalbetriebes Werne (KBW), während der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses.
Verantwortlich dafür sind aus Sicht des KBW-Chefs vornehmlich die „Elterntaxis“. Ein Verbot für diese „Verkehrsform“ ist allerdings nicht möglich. „Das geht nicht, denn es gibt den Grundsatz der freien Verkehrsmittelwahl“, erklärte Gehrke.

Um die Situation an der Einrichtung sicherer zu gestalten, sollen zwei Parkplätze, die im Zuge der Neugestaltung der angrenzenden Knüvenstraße entstanden sind, in Kürze als Hol- und Bringzone ausgeschildert werden. Während der Kita-Öffnungszeiten sollen diese Flächen dann als Elternhaltestelle dienen.
Weil damit vermutlich noch nicht alle Probleme vom Tisch sind, wird in naher Zukunft zunächst eine statistische Erhebung von Geschwindigkeit und Frequenz auf Höhe der Kita durchgeführt, um an konkrete Daten zu gelangen.
Erwägt wird als dauerhafte Lösung unter anderem, die Birkenstraße in eine Einbahnstraße umzuwandeln, wie Gehrke erklärte: „Das wäre eine Maßnahme, die die Situation entzerren würde, weil es dann nur noch Verkehr aus einer Richtung gibt.“




















