„Ist Luisa hier?“ – Hilfsangebot für Frauen auf Sim-Jü

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Werne. Wenn beim Feiern aus Spaß ein ungutes Gefühl wird, ist es wichtig zu wissen, wo es schnell und unkompliziert Hilfe gibt. Deshalb ist das niederschwellige Hilfsfangebot „Luisa ist hier!“ auch in diesem Jahr auf der Sim-Jü Kirmes in Werne präsent.

Das niederschwellige Hilfsangebot „Luisa ist hier“ stammt ursprünglich vom Frauen-Notruf Münster e.V. Nordrhein-Westfalen. Bereits seit rund zehn Jahren bietet es Frauen und Mädchen, die sich im öffentlichen Raum, in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen bedrängt oder belästigt fühlen -oder einfach aus einer unangenehmen Situation heraus möchten, Schutz und Hilfe.

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In Werne gehört das Hilfeangebot bereits seit 2019 zum Sicherheitskonzept der Stadt Werne. Gegenüber den bewährten Schutzmaßnahmen, unterscheidet  sich „Luisa ist hier!“ vor allem durch eine unmittelbare niederschwellige und diskrete Hilfe vor Ort.

„Wer sich unwohl fühlt, muss sich nicht erklären oder rechtfertigen. Die Frage ‚Ist Luisa hier?‘ genügt. Damit möchten wir die Hürde, sich Hilfe zu holen, so niedrig wie möglich halten“, erklärt Gleichstellungsbeauftragte Monika Eichmanns. „Wichtig ist mir dabei vor allem: Die betroffene Person entscheidet selbst, welche Unterstützung sie möchte.“

Das Personal der Ausschankbetriebe und der Gastronomie weiß bei der Frage, „Ist Luisa hier?“, dass Unterstützung benötigt wird. Je nach Situation kann ein geschützter Ort angeboten, eine vertraute Person kontaktiert, ein sicherer Heimweg organisiert oder weitere Hilfe hinzugezogen werden.

Das Angebot soll aber auch für ein respektvolles Miteinander zu sensibilisieren, damit alle Besucher/innen eine unbeschwerte Zeit verbringen können. Denn „Luisa ist hier!“ macht sichtbar: Grenzen sind zu respektieren – und wer Hilfe braucht, soll sie bekommen.

„Zu Sim-Jü gehört, dass sich alle Besucherinnen und Besucher sicher fühlen können. ‚Luisa ist hier!‘ gibt in unangenehmen Situationen einen einfachen Weg, schnell und diskret Hilfe zu bekommen. Wer Hilfe braucht, soll wissen, dass sie da ist“, so Bürgermeister Lars Hübchen.

Die teilnehmenden Anlaufstellen auf Sim-Jü sind durch die entsprechenden „Luisa ist hier!“ – Plakate zu erkennen.

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