Werner Grüne: „Pläne für Industriegebiet Tabubruch“

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Werne. In einer Medienmitteilung stellt sich die Ratsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen gegen die Entwicklungspläne der Stadt Werne für das Gewerbe- und Industriegebiet Nordlippestraße Nord und hält die aktuelle Ausweisung einer gewerblichen Fläche nördlich der Nordlippestraße „für einen Tabubruch“, wie Fraktionsgeschäftsführerin Hiltrud Mannig schreibt.

„Wer im Wahlkampf behauptet hat, er wolle Werne in seinen Strukturen mit historischem Stadtkern in einer natürlichen Umgebung erhalten, wird jetzt wortbrüchig“, urteilt Fraktionssprecher Benedikt Striepens dazu. Die Planungen, die im Norden der Stadt in die freie Natur gehen, entsprängen einem antiquierten Denken, das auch vor dem Hintergrund des Klimawandels nicht mehr vertretbar sei, heißt es in dem Schreiben weiter.

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„Warum diese Eile?“, hinterfragt auch Ratsmitglied Klaus Schlüter. Die Regionalplanung sei noch nicht abgeschlossen und die Stadt Werne agiere bereits mit Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes. „Aus unserer Sicht können die Planungen vorläufig keine Rechtssicherheit erlangen“, so Schlüter. Man streue damit Sand in die Augen möglicher Investoren.

„Die Zerstörung der Landschaft ist im Sinne des Natur- und Artenschutzes nicht zu rechtfertigen“, argumentiert auch Maximilian Falkenberg, Vorsitzender des Umwelt- und Klimaschutzausschusses.

„Wenn man aus dem Norden in die Stadt fährt und sieht, wo das Gewerbe-/Industriegebiet entstehen soll, treibt es einem die Tränen in die Augen“, ergänzt Hiltrud Mannig.

Grünen-Fraktionschef Benedikt Striepens versichert: „Die Bürgerinitiative bekommt bei ihren Bemühungen gegen die Planungen unsere volle Unterstützung.“ Es mache Hoffnung, dass sich dieser Bürgerinitiative bereits so viele Menschen aus unterschiedlichen politischen Richtungen angeschlossen haben. Es habe ein Umdenken gegeben. „Vielen Bürgerinnen und Bürgern in Werne sind Natur- und Umweltschutz inzwischen wichtiger als ein vermeintliches Wirtschaftswachstum, das an anderen Orten dringender benötigt wird“, so Striepens abschließend.

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