Wünschewagen macht Halt am GSC: Einblick in die Sterbebegleitung

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Werne. Schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Wunsch zu erfüllen – das ist die Aufgabe der Wünschewagen. Station machte das Gefährt des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) am Gymnasium St. Christophorus Gymnasium.

Grund war die Einladung von Christiane Heinen, Religionslehrerin einer zehnten Klasse. Mit ihren 29 Schülerinnen und Schüler befasste sie sich in der Unterrichtsreihe „Lauter Leben – Unsere Verantwortung im Alltag“ auch mit dem Thema Sterbehilfe und -begleitung.

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Seit über fünf Jahren bringen Samariterinnen und Samariter mithilfe des ausschließlich aus Spenden finanzierten Projekts Menschen am Ende ihres Lebens gut umsorgt noch einmal an ihren Lieblingsort. Die Klasse wollte wissen, wie Sterbebegleitung heute aussieht oder wie es gelingt, Menschen am Ende ihres Leben Sinn zu stiften. „Uns war auch die Enttabuisierung des Themas Tod/Sterben wichtig. Dazu sind Diskussionen mit Menschen notwendig, die in sozialen Berufen arbeiten und authentische Erfahrungen mitbringen“, erklärte Heinen.

Mit Annika Schulze Aquack, Geschäftsführerin des Arbeiter-Samariter-Bundes, und Mitarbeiter Timon Reinhold waren passende Ansprechpartner vor Ort. Sie beantworteten Fragen und ließen die Jugendlichen einen Blick in den Wünschewagen werfen.

„Der Wünschewagen ähnelt auf dem ersten Blick eher einem Camper als einem Rettungswagen. Gleichzeitig ist er aber wie einer ausgestattet und medizinisch qualifizierte Mitarbeiter sind immer dabei“, berichtete Annika Schulze Aquack. Jeder Wunsch der Patienten sei einzigartig. „Schwerstkranke Kinder wünschen sich oft einen letzten Besuch im Fußballstadion. Ein Mädchen haben wir zu einem Laternenfest gefahren, eine Mutter wollte einen letzten Ausflug mit ihrer Familie ans Meer machen“, schilderte die ASB-Geschäftsführerin berührende Geschichten, die bei den Zehntklässlern Eindruck hinterließen.

Das Ehrenamtsprojekt erfüllt die Wünsche kostenlos und ist auch schon mal recht kurzfristig zu buchen. „So eine Fahrt ist nicht traurig, sondern ein tolles Erlebnis. Die Menschen erleben noch einmal einen glücklichen Moment“, berichtete Annika Schulze Aquack.

„Das war ein spannender Besuch und auch ein kleiner Ersatz für das Sozialpraktikum, das wegen Corona ja leider ausfallen musste“, so Lehrerin Christiane Heinen abschließend.

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