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Werne. Die Pendler an der Bahnstrecke zwischen Lünen und Münster müssen sich länger in Geduld fassen, als gedacht. Denn die Deutsche Bahn muss nun auch den Oberbau der Gleisanlage am Abschnitt zwischen Werne und Ascheberg sanieren. Bereits seit Januar wird der marode Bahndamm mit stählernen Spuntwänden verstärkt und dauerhaft befestigt. Die dafür veranschlagten acht Monate Bauzeit bis Mitte August könne man auch einhalten, teilte ein Bahnsprecher auf Anfrage von WERNEplus mit.

Die neu entdeckten Schäden am Oberbau der Gleisanlage machen eine Ausweitung der Sanierungsmaßnahmen notwendig. Bis zum Ende der Herbstferien am 26. Oktober bleibe die Streckensperrung für den Nahverkehr deshalb bestehen, hieß es weiter.

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„Grund sind wellenförmige Verläufe des Oberbaus – das Schotterbett weist in den Bauabschnitten Werne und Ascheberg unterschiedliche Dicken auf. Die DB muss den Oberbau deswegen komplett abtragen und neu aufbauen“, informiert der Bahnsprecher. Der Fernverkehr wird wie gehabt umgeleitet. Für die mit der Sperrung verbundenen Unannehmlichkeiten bittet die DB alle Reisenden um Entschuldigung.

In der verlängerten Bauphase trage die DB zunächst den Oberbau vollständig ab und gleiche das unterschiedliche Profil des Damms dann mit einem Gesteingemisch aus, erläuterte der Sprecher. „Die Schicht muss schwer wasserdurchlässig sein, um künftige Veränderungen am Dammkörper zu verhindern.“ Gleichzeitig werden Kabel für die Signalanlagen und Telekommunikation entlang der Gleise neu verlegt. Die dafür notwendigen Kabelkanäle müssten ebenfalls installiert werden, hieß es seitens der DB. Dann werden Schotter, Schwellen und Schienen aufgebaut.

Zum Hintergrund: „Die Deutsche Bahn baut in den Eisenbahndamm in den Streckenabschnitten in Werne und Ascheberg auf einer Länge von mehr als fünf Kilometern ein Spundwand-Stützbauwerk. Hierfür sind mehr als 8.500 Stahlwände à 1,20 Meter und rund 1.500 Ankerstangen notwendig, die die Wände im Abstand von circa 3,6 Metern verbinden. Insgesamt erfordert die Sanierung des Bahndammes rund 70.000 Quadratmeter Stahlboden entlang der Gleisachse. Rund 80 Prozent der Spundwände sind bereits im Damm verbaut. Hier ist die DB im Zeitplan.“

 

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