Ida Lefering nach Silbermedaille: „Realisiert habe ich das noch nicht“

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Werne. Überaus erfolgreich sind die Deutschen Jugend-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Rostock für Ida Lefering aus Werne verlaufen.

Die 17-Jährige von der LG Olympia Dortmund holte in der Konkurrenz über 1.500 Meter der weiblichen Jugend U18 in 4:30,44 Minuten die Silbermedaille. WERNEplus hat nach dem Erfolg mit der schnellen Mittelstreckenläuferin gesprochen.

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Dein Erfolg ist jetzt schon ein paar Tage her. In wie weit hast Du schon realisiert, was Du in Rostock geleistet hast? Immerhin bist Du deutschlandweit die zweitschnellste Läuferin in Deiner Altersklasse über die 1.500 Meter.

So ganz realisiert habe ich das noch nicht. Noch fühlt es sich eher wie nach einem normalen Wettkampf an, bei dem ich einen guten Platz belegt habe. Das Gefühl, im deutschlandweiten Vergleich so weit vorn gelandet zu sein, ist tatsächlich noch etwas weiter weg.

Schon kurz vor den Meisterschaften hast Du das Ziel, unter 4:30 Minuten zu bleiben bei einem Wettkampf in Dortmund erreicht. Mit der dort erreichten Bestleistung von 4:28:72 Minuten bist Du in Rostock als Favoritin gestartet. Hatte das Auswirkungen auf die Taktik?

Eigentlich nicht. 600 Meter vor dem Ziel war ich etwas eingekesselt und musste mich etwas nach hinten fallen lassen, um da wieder rauszukommen. Bei dem nötigen Antritt habe ich dann ein paar Körner verloren, die mir dann beim Endspurt gefehlt haben.

Wie war denn die Atmosphäre in dem Stadion, in das keine Zuschauer durften?

Es wäre schon schöner gewesen, wenn Zuschauer dort gewesen wären. Glücklicherweise war mein Verein mit einer großen Gruppe an Aktiven und Betreuern dort, sodass wir uns gegenseitig unterstützen konnten. Das hat schon motiviert.

Überaus erfolgreich sind die Deutschen Jugend-Meisterschaften am vergangenen Wochenende in Rostock für Ida Lefering (m.) verlaufen. Foto: Georg Müller/LG Olympia Dortmund

2019 hast Du bei den Deutschen Meisterschaften in Bremen die Silbermedaille über 800 Meter in der Klasse der U15-Juniorinnen gewonnen. Jetzt wieder Silber in der U18. Welcher Titel ist Dir persönlich wichtiger?

Der jetzige Titel bedeutet mir schon mehr, denn jetzt sind auch die Konkurrentinnen von der Entwicklung her weiter. Außerdem sind jetzt die besten Läuferinnen aus zwei Jahrgängen gestartet, in Bremen war es nur ein Jahrgang. 

Die Deutschen Jugend-Meisterschaften waren der Höhepunkt der Saison. Wie geht die jetzt noch weiter?

Ich habe noch knapp zwei Wochen Pause und kein Lauftraining. Statt dessen werde ich mich dann auf Inlinern bewegen und Fahrrad fahren. Danach geht das Training mit bis zu sechs Einheiten in der Woche weiter. Im September stehen dann noch ein paar kleinere Wettkämpfe an, bei denen dann Starts in der Staffel angedacht sind, um die Saison ausklingen zu lassen. 

Gibt es zu Hause noch genügend Platz für die neue Medaille?

So langsam wird es eng, aber ich werde schon einen Platz finden (lacht).

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