Wiehagenschule trauert um ehemaligen Leiter Hans Heinlein

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Werne/Hamm. Hans Heinlein ist tot. Der ehemalige Leiter der Wiehagenschule starb am vergangenen Sonntag (14. November 2021) im Alter von 91 Jahren.

Hans Heinlein gehörte ab 1965 dem Kollegium der Grundschule in Werne an, war später Konrektor und von 1977 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1992 Schulleiter.

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„Ich habe Herrn Heinlein leider nie selbst persönlich kennenlernen dürfen. Von ehemaligen Kolleginnen weiß ich aber, dass er ein ausgesprochen engagierter Schulleiter gewesen ist; er habe es stets als seine Aufgabe gesehen, zum Wohle der Kinder und im Einklang mit dem Elternhaus Schulleben zu gestalten. Er hat die Wiehagenschule entscheidend geprägt“, bemerkte die heutige Schulleiterin Nicola Buschkotte.

In seine Zeit als „Chef“ fiel die Eröffnung der neuen Turnhalle (1979) oder die Gründung des Fördervereins (1980).

Als Lehrer erlebte er 1968 eine starke Zäsur im Bildungswesen: Die alte Volksschule mit den Klassen 1 bis 8 wurde aufgelöst und in Grund- und Hauptschule gegliedert. Hans Heinlein sah diese Entwicklung kritisch. „Damit will ich nicht sagen, die alte Volksschule sei das einzig Wahre gewesen. In meiner Tätigkeit als Volksschullehrer an der Wiehagenschule konnte ich des öfteren mit Genugtuung feststellen, dass unsere Volksschüler später erfreuliche Bildungs- und Berufsabschlüsse erreichen konnten“, schrieb er 2011 in der Chronik der Wiehagenschule zum 100-jährigen Bestehen.

Die Umgestaltung zur Grundschule sei für die meisten Kolleginnen und Kollegen damals sicherlich ein Glücksfall gewesen, so Heinlein weiter: „Wir waren dank des sympathischen Rektors Franz Mack und des humorvollen Konrektors Ewald Schneider ein harmonisches Kollegium von Alt und Jung, welches der Schule auf dem Weg in die neue Zeit sehr gut tat.“

Sicherlich eine unvergessene Begebenheit dürfte für die damalige Schulgemeinschaft im Jahr 1984 der Besuch des Zirkus Lauenburg in der Wiehagen-Turnhalle gewesen sein, deren Messerwerfer den Rektor Hans Heinlein vor die Bretterwand bat und der Schulleiter dem Nervenkitzel mutig und erfolgreich widerstand.

Hans Heinlein wurde 1930 in Bockum-Hövel geboren. Er besuchte die Volksschule und machte anschließend eine Tischlerlehre. An der Abendschule meisterte er ein Lehramtsstudium. Er unterrichtete den ganzen Fächerkanon einschließlich Sport und Musik.

Im September nahm Hans Heinlein (ganz rechts) am Gymnasium St. Christophorus noch Tornister für die Bosnienhilfe Hamm entgegen. Foto: Wagner

Politisch war Heinlein in der CDU seiner Heimatstadt aktiv. Nach den Kommunalwahlen von 1994 und 1999 wurde er zum ersten Bürgermeister von Hamm gewählt. 2004 zog er sich aus der Politik zurück, engagierte sich aber in der Senioren-Union und Kolpingsfamilie und war Schirmherr der Hammer Bosnienhilfe.

Einen seiner letzten öffentlichen Auftritte hatte Hans Heinlein mit der Bosnienhilfe beim Besuch des Gymnasiums St. Christophorus Mitte September 2021, als er dort gespendete Tornister für den Balkan abholte. Er plauderte gut gelaunt mit einem ehemaligen Schüler der Wiehagenschule über alte Zeiten und die Entwicklung der Schullandschaft in Werne sowie den Neubau „seiner“ Schule.

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