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Werne. In der Familienbildungsstätte Werne endet eine Ära in der Kinderbetreuung. Michaela Hiepler, die sich 34 Jahre lang um hunderte von Mädchen und Jungen liebevoll gekümmert hatte, hört auf. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte sie sichtlich gerührt bei der kleinen Abschiedsfeier in der Fabi.

Sie habe die Arbeit immer gerne gemacht, doch nun freue sie sich auf Zuhause und vor allem Enkelkind Paul. Seit Mitte März lag die Kinderbetreuung wegen der Corona-Pandemie „auf Eis“. Eine schwierige Zeit für Michaela Hiepler, denn die Mädchen und Jungen fehlten ihr sehr. „Allerdings reifte in mir auch die Entscheidung aufzuhören. Sonst hätte ich den Abschied wohl immer weiter hinausgeschoben.“

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Die beliebte Pädagogin hatte 1986 die Idee zu einer Vormittagsbetreuung. „Zu dieser Zeit war das eine ungewöhnliche Idee, die aber ins Schwarze getroffen hat. Viele Eltern, die sich beruflich neu orientiert haben oder mal eine Auszeit brauchten, überzeugtest du mit deinem Konzept. Wir hatten nie Sorge, den Kurs voll zu kriegen. Du bist eine Institution, die zur Fabi gehört. Du hast ein großes Herz“, sagte Gabriele Kranemann, langjährige Leiterin der Familienbildungsstätte in Werne.

Nahmen Abschied von Michaela Hiepler (Mitte): Die FBS-Leiterin Monika Wesberg (v.r.), Marga Winkelmann und Janina Eickmann sowie Gabriele Kranemann, langjährige Chefin der Fabi Werne. Foto: Wagner
Nahmen Abschied von Michaela Hiepler (Mitte): Die FBS-Leiterin Monika Wesberg (v.r.), Marga Winkelmann und Janina Eickmann sowie Gabriele Kranemann, langjährige Chefin der Fabi Werne. Foto: Wagner

Eine weitere Wegbegleiterin, Marga Winkelmann, schilderte eindrucksvoll, wie ihr Michaela Hiepler bedingungslos bei der Kindererziehung geholfen hat. Ihre „ruhige schöne Stimme“ (Wilma Cramer) und „ihre Gabe, jedes Kind so anzusprechen, dass es sich wohlfühlt“ (Gabriele Kranemann) und „dass viele Kinder nicht nach Hause wollten“ (Marga Winkelmann) zeichneten das Fabi-Urgestein aus. Geschichten sind überliefert, dass Eltern an den Anmeldetagen bereits um 6 Uhr in der Früh mit Thermoskannen vor der Fabi-Tür standen, um einen Platz in der „Kinderbetreuung bei Michaela“ zu ergattern.

„Es fällt nun auch eine große Anspannung von mir ab. Denn ich hatte eine große Verantwortung zu tragen. Die Eltern haben mir ein Geschenk anvertraut. Und ich hatte Angst, dass was dran kommt“, so Michaela Hiepler. Passiert sei in all den Jahren aber so gut wie nichts. Eine kleine, schöne Abschiedsfeier mit Eltern und Kindern habe an der Saline stattgefunden.

 

 

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