Rat beschließt: Stadt Werne wird Mitglied im SCNCEWAVE-Verein

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Werne. Ein klares Bekenntnis zur SCNCEWAVE, dem wissenschaftlichen Teil des geplanten Surfpark-Doppelprojekts auf der Zechenbrache, sprach der Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor den Herbstferien aus. Die Stadt Werne wird Gründungsmitglied im eingetragenen Verein (e.V.) SCNCEWAVE.

Die Anlage hat ein weltweites Alleinstellungsmerkmal, die Forschungsmöglichkeiten liegen in Zukunftsfeldern wie Hochwasser- und Küstenschutz, Offshore Wind oder Wasserkraft und Wellenenergie. „Die SCNCEWAVE verschafft dem nord-östlichen Ruhrgebiet und insbesondere dem Kreis Unna mit einer schwach ausgestalteten Hochschullandschaft eine erhebliche Aufwertung im Hinblick auf eine wissenschaftliche Einbindung mit potenziellen weiteren Start-Ups im Umfeld des Vorhabens. Seit Jahren fordern die Kommunen des Kreises, Wissenschaft mehr in den Kreis zu holen. Die SCNCEWAVE bietet nun eine große Chance der Vernetzung. Auch um diesen Prozess enger begleiten zu können, rät die Verwaltung daher zu einer Mitgliedschaft im Verein“, hieß es in der Vorlage.

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Und Bürgermeister Lothar Christ erhoffte sich ein kräftiges Bekenntnis, am liebsten einstimmig, seitens der Politik, um als Stadt an der weiteren Entwicklung der Forschungseinrichtung teilnehmen zu können: „Zurückhaltung wäre ein schlechtes Signal.“

Zweck des Vereins sei die Durchführung und Förderung von Forschung, Wissenschaft und
Entwicklung, er sei gemeinnützig und werde Antragsteller für die zweite Förderphase im 5-Standorte-Programm sein. Die Jahresmitgliedschaft für die Stadt Werne werde zwischen 500 und 1.000 Euro betragen. Auch die RWTH Aachen und TH Köln seien bestätigte Gründungsmitglieder, die Zusagen der FH Münster, Universität Siegen und weiterer würden erwartet.

Aus der CDU-Fraktionsbank kam der Einwand, ob eine Mitgliedschaft der Stadt nicht förderschädlich sei. Dies konnte Lothar Christ genauso entkräften wie mögliche haftungsrelevante Themen. „Der Vorstand haftet. Die Stadt Werne ist aber nur einfaches Vereinsmitglied“, erläuterte er.

„Der wissenschaftliche Bereich des Surfparks ist der Grund, warum wir das Vorhaben unterstützen. Aber wir werden das gesamte Projekt weiter kritisch verfolgen“, sagte Benedikt Striepens, Grünen-Fraktionssprecher.

Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung gab der Stadtrat schließlich mit großer Mehrheit „grünes Licht“ für die Mitgliedschaft der Stadt Werne im SCNCEWAVE e.V.

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