LiteraTurnier feiert 25-Jähriges – laut, lustig, kontrovers, lehrreich

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Werne. Vor nahezu ausverkauften Publikumsreihen lasen Verleger, Autoren und Moderatoren beim 25. LiteraTurnier um die Wette, diskutierten mitgebrachte Bücher und traten unter dem Motto „Die Kleinen nach vorne“ in den Diskurs über kleine, unabhängige Verlage und Buchautoren.

Denn genau dafür steht der Titel: Die innovationstreibenden und oftmals kleinen Verlage sollen eine Bühne bekommen und ihr unterschätztes Können beweisen. Denn sie sind Quelle von Ideen, die den bekannten Pfad der Bestseller-Bücher verlassen und neue Geschichtserzählungen wagen. Oder wie Buchhändler Hubertus Waterhues es zu Beginn treffend formulierte: Verlage, die „von einem Buch überzeugt sind und meinen, dieses Buch muss zur Welt gebracht werden […] und die manchmal mit allem, was sie haben, dafür ins Risiko gehen.“ Diese Entwicklung sollte an jenem Abend besonders gefördert und gelobt werden.

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Zu Gast waren Ludger Burmann, Liane Jäger, Hartmut Marks, Magnus See, Dieter Vatheuer und Zepp Oberpichler, der den gemütlichen Abend mit einer musikalischen Einlage einstimmte und als Autor Auszüge aus seinem eigenen Buch „Chuck Berry over Bissingheim“ las.

Magnus See (von links), Ludger Burmann, Dieter Vatheuer, Liane Jäger, Hartmut Marks und Zepp Oberpichler debattieren über das Buch ,,Mongo“ von Harald Darer. Fotos: Robyn Lux

Nach einer ersten Runde voll Buchvorstellungen und Gespräche folgte eine Pause, in der das Publikum die Gesamtgröße der sechs teilnehmenden Gäste schätzen musste. Zu gewinnen gab es kleine Preise, die die derzeitige Gas- und Energiekrise aufgriffen und für große Überraschungen
sorgten. Nach der Pause folgten weitere Buchauszüge, Lesungen und Diskussionen, die durch den Inhalt vieler mitgebrachter Bücher entstanden, darunter Gespräche über Diskriminierung, Behinderung und Geschlechtergerechtigkeit, die zum Nachdenken anregten. So entstand ein gelungener Abend in entspannter Atmosphäre.

Hubertus Waterhues stellte dem Publikum die LiteraTurnier-Protagonisten vor und führte die Zuschauer/innen durch die Entstehungsgeschichte des Bücherstreits, der an diesem Abend Silberjubiläum feierte. Vor 14 Jahren, im Jahr 2008, wurde das LiteraTurnier nach Werne geholt. Als Ideengeber gilt Martin Kersting, der Hubertus Waterhues damals von seiner Idee berichtete, einen Abschlag des damaligen „Literarischen Quartetts“ nach Werne zu bringen.

Magnus See liest aus seiner Buchempfehlung ,,Meter pro Sekunde“ von Stine Pilgard vor und bringt das Publikum damit zum Lachen.

Trotz voller Terminkalender sagten die gefragten Präsentatoren des ersten LiteraTurniers zu und es entwickelte sich eine lange Tradition des Büchervorstellens, Parlierens und Vorlesens in der Stadtbücherei Werne.

Und so auch am Mittwoch: Tickets bot Hubertus Waterhues (ergänzend zu der Stadtbücherei Werne) im Vorverkauf an und unterstützt damit nicht nur die Bücherei selbst, sondern auch den Förderverein mit seinem Engagement. Er bedankte sich ausdrücklich bei dem Team der Stadtbücherei, das jährlich die Organisation des Abends übernimmt, aber auch bei den Autoren und Verlagen, ohne die die lebendigen Diskussionen und Gespräche nicht möglich gewesen wären.

Die nächste Veranstaltung findet ausnahmsweise nicht Aschermittwoch, sondern am 15. März während der Jubiläumswoche zum 40-Jährigen der Stadtbücherei Werne im Alten Steinhaus statt.

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