Sonntag, April 19, 2026

Zehn Jahre „Notfallkarte“ – bis heute ein Erfolgsmodell

Anzeige

Werne. Als vor nunmehr zehn Jahren die Mitglieder der Seniorenvertretung gemeinsam mit der Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement, Senioren und Behindertenarbeit (BEN) die Idee einer Notfallkarte für die Stadt Werne an die Vertreter von Rat und Verwaltung herantrugen, ahnte wohl niemand, dass dies ein Erfolgsmodell werden sollte.

In einer ersten Auflage von 5.000 Stück wurde die Notfallkarte seinerzeit in Apotheken, Arztpraxen, im Krankenhaus und Stadthaus ausgelegt. Inzwischen erfolgte bereits ein dritter Nachdruck und nicht zuletzt die Vertreter der hiesigen Volksbank Kamen-Werne freuten sich, dass ihr Sponsoring über diesen langen Zeitraum dazu beigetragen hat, diese Idee im wahrsten Sinne des Wortes „am Leben zu erhalten“.

- Advertisement -

Wo Medikationspläne, Patientenverfügungen und andere Notfalldaten sich befinden, gerät oft zum Suchspiel. Allerdings nicht mit der Notfallkarte. „Es ist zwar nur eine unscheinbare, kleine Karte, aber im Ernstfall kann sie lebensrettend sein“, hatte Bürgermeister Lothar Christ bereits im Jahre 2012 bei der Einführung gesagt. In einem Notfall zählt jede Sekunde – da ist es gut, wenn alle (lebens)-wichtigen Informationen schnellstmöglich vorliegen.

Inzwischen sieht sich Dieter Schimmel, Leider der Seniorenvertretung, mit der Notfallkarte mehr als bestätigt. Herzschrittmacher, Diabetes, Allergien, Medikamenten-Unverträglichkeiten – das sind alles wichtige Informationen, die den Rettungsassistenten und dem Notarzt eine schnelle und gezielte Hilfe ermöglichen.

Was auf der Karte vermerkt werden sollte, darüber wurde seinerzeit intensiv beraten. „Grunderkrankungen und eventuelle Medikation sollten in jedem Fall verzeichnet sein“, erläutert Dieter Schimmel. Im Idealfall hat jeder sogar zwei Notfallkarten – eine „im Portemonnaie und eine weitere sichtbar in der Wohnung hinterlegt.

„Auch wenn die Notfallkarte im Grunde nur ein Angebot darstellt, ist sie auch in einer zunehmend digitalisierten Welt äußerst sinnvoll“, sieht BEN-Koordinator Jochen Höinghaus viele Vorteile. Die Notfallkarte werde häufig nachgefragt  – und genau deshalb liegt sie an der Telefonzentrale im Foyer des Stadthaus öffentlich aus.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

50 Jahre Ernst-Kröber-Stiftung: „Ein Fahrrad als Auto eingetragen“

Werne. Mehr als 500 Kinder haben dank der Ernst-Kröber-Stiftung unbeschwerte Ferien erlebt. Seit 50 Jahren hilft die gemeinnützige Organisation unmittelbar vor Ort. Das Jubiläum...

Senioren auf dem E-Bike: Polizei bietet Pedelec-Training an

Werne/Kreis Unna. Die Kreispolizeibehörde Unna bietet am Freitag (29.05.2026) von 15 bis 17 Uhr ein Pedelec-Training für Senioren an. Die Veranstaltung findet auf dem Gelände...

Nach viralen Social Media Video: Polizei nimmt Hund in Obhut

Dortmund. Anfang dieser Woche kursierte ein Video in den sozialen Medien, welches die Misshandlung eines Hundes zeigt. Die Polizei stellte den Hund am Freitag...

Gratis-Beratung zum energetischen Sanieren startet im Mai

Werne. Ob zu den Themen Wärmepumpe, Dämmung oder Photovoltaik – seit knapp einem Jahr können sich Bürgerinnen und Bürger in Werne einmal monatlich von...