Samstag, April 18, 2026

Großes Interesse an Bürgeranhörung zum Surfpark im Kolpingsaal

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Werne. Auf große Resonanz stieß die sogenannte Bürgeranhörung zum Doppelprojekt SURFWRLD//SCNCWAVE am gestrigen Donnerstag (19.01.2023) im Kolpingsaal. Rund 250 Interessierte folgten der Einladung der Stadtverwaltung.

In der mehr als dreistündigen Veranstaltung gaben Experten Einblicke in ihre bisher gültigen Gutachten zu Lärm, Naturschutz oder Verkehr. Viel Raum bestand auch für eine ausführliche Diskussion, die zahlreiche Bürger/innen für ihre kritischen Fragen nutzten.

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Und so viel vorweg: Trotz vieler kritischer Fragen und Anmerkungen zu Themen wie Verkehrs- und Lärmbelastung oder Umwelt- und Artenschutz aus dem Publikum schlug das Applaus-Barometer schließlich eindeutig zu Gunsten der Redebeiträge der Befürworter aus. Deutlich wurde aber auch, dass gerade bei den Themen Verkehrs- und Lärmbelastung noch Handlungsbedarf besteht.

Die SURFWRLD mit zwei großen Wasserbecken und stehende Wellen von zwei Metern Höhe bringe Freizeit- und Sportangebote, ein Hotel, Geschäfte, Wohnmobilplatz, eine tolle Gastronomie sowie eine neue Zufahrt von der Kamener Straße zum Gelände, umriss Projektleiter Dr. Michael Detering die Planungen für das Wassersport- und Forschungszentrum, das der Stadt Werne ein internationales Alleinstellungsmerkmal bescheren soll, in einer kurzen Einführung.

Projektentwickler Dr. Michael Detering stellte den Surfpark vor und sich kritischen Fragen aus dem Publikum. Foto: Wagner

Im Winter komme mit der SCNCWAVE der Bereich Forschung zum Zuge. „Das ist eine Großforschungsanlage, die aussieht wie ein Surfpark“, skizzierte der Ingenieur aus Werne, der seit 15 Jahren im Bereich Wasserbau tätig ist, das Großprojekt. „Strömungsverhältnisse sind komplex, da gibt es viele Unbekannte und Turbulenzen, die sich nicht am Rechner simulieren ließen, erläuterte er und betonte: „Das ist Grundlagenforschung für Küsten- und Hochwasserschutz“.

Neben den wissenschaftlichen Partnern der Universitäten RWTH Aachen und der Technischen Hochschule Köln stehen weitere Unis aus Münster oder Hamburg-Harburg auf der Warteliste. „Das hat bundesweite Strahlkraft für die Forschung“, so Detering auch zur Kooperationen und praktischen Synergieeffekten in der Zusammenarbeit vorhandener Wasserbau-Forschungsstandorte. So kooperiere man auch mit dem Forschungsstandort am Wellenkanal Hannover.

Mehrwert für die Stadt Werne: Die seit Jahren stark verkehrsbelastete Kreuzung Kamener Straße/ Südring solle dann, so das Ziel, möglichst mit einem Kreisverkehr oder mit einer Ampelanlage geregelt werden. Die Entscheidung hier liege bei Straßen-NRW und dem Bund, so Bürgermeister Lothar Christ zu den Gesprächen mit den zuständigen Behörden. Außerdem soll der Zechenradweg über das Gelände an die Innenstadt angebunden werden.

„Ich freue mich riesig“, kommentierte Bürgermeister Lothar Christ das große Interesse von Werner Bürger/innen, auswärtigen Gästen und Medien an der öffentlichen Bürgeranhörung und die Bereitschaft der Teilnehmenden, sich aktiv in die Diskussion um das Für und Wider des Großprojekts einzubringen.

Es handele sich noch nicht um fertige und unveränderliche Planungen, machte der Werner Verwaltungschef klar, vielmehr gehe es darum, Einwendungen, Kritik und Anregungen aufzunehmen, zu bewerten und gegebenenfalls aufzunehmen.

Zum ausgeklügelten Planverfahren gehöre neben dem Einholen der Gutachten die Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP), die Aufstellung des Bebauungsplanes, das Erstellen eines städtebaulichen Vertrages und schließlich die zweiten Offenlage der Planungen. Dann hätten die Bürger/innen erneut Gelegenheit, sich zu Wort zu melden. Schlussendlich, so der Bürgermeister, sei es Sache der gewählten Ratsmitgliedern, abzuwägen und zu entscheiden.

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