Radverkehr: UWW-Vorschläge fließen ins Mobilitätskonzept ein

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Werne. Eine Lanze für die Verbesserung des Radverkehrs in Werne wollte die Unabhängige Wählergemeinschaft jetzt mit einem Antrag an den Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr brechen. Doch das war eigentlich gar nicht mehr notwendig. Grund: Das Thema trägt bereits das Etikett „Priorität“.

„Es müssen neue Maßstäbe für den Innenstadtverkehr der Zukunft gesetzt werden. Hin zu einer für Radfahrer optimalen Mobilität, dann wird es in Anbetracht der derzeitigen Klimasituation zu einer Nutzungsänderung vom Auto zum Fahrrad kommen“, forderte die UWW. Radwege in alltagstauglicher Form ohne Hindernisse wie Ampeln und Kreuzungen, Radweg-Verbindungen oder Kombi-Fahrspuren nur für Radfahrer und Busse finden sich unter anderem auf der Maßnahmenliste der UWW. Claudia Lange (FDP) zeigte sich allerdings überrascht von dem Vorstoß: „Ziehen Sie den Antrag zurück, wir sind uns doch alle einig, dass was getan werden muss“, argumentierte sie mit Blick auf das Mobilitätskonzept, das derzeit erstellt wird.

Vorsitzender Michael Zurhorst pflichtete ihr bei. Mit seiner Kompromissformel, die UWW-Vorschläge als Arbeitsauftrag in das Mobilitätskonzept einfließen lassen, war die Runde schließlich einverstanden, ebenso Havers: „Das kann ich nachvollziehen. Wir wollen aber nicht noch fünf Jahre warten“, machte er klar.

UWW für Wohnraum auf Einkaufszentren

„Mietwohnungen in Werne sind knapp und teuer, so sollte jede Möglichkeit genutzt werden, in unserer Stadt günstigen Wohnraum zu schaffen“, begründete die Unabhängigen Wähler Werne (UWW) ihren Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr. Mehr Mietwohnraum durch Mehrgeschoss-Bauweise lautet sinngemäß die Devise. „Die Verwaltung möge prüfen ob die Möglichkeit besteht, bei der Errichtung von Einkaufszentren und eventuell Bestandsimmobilien zusätzliche Etagen für Sozialwohnungen aufzusetzen“, heißt es.

Man müsse auch in die Höhe gehen, sprach sich Vorsitzender Michael Zurhorst ebenfalls für ein flächen- und ressourcenschonendes Vorgehen aus. Gleichwohl wollten weder er noch die übrigen Ausschussmitglieder eine Vorschrift zur Eingeschossigkeit. In Werne gelte wolle man zudem bei der Strategie bleiben, Mietwohnungen mit und ohne Sozialbindung zu durchmischen, betonte Zurhorst. Einstimmig ging am Ende der Prüfantrag an die Verwaltung, künftig in Verhandlungen mit Bauherren positive Signale für Mehrgeschossigkeit zu senden.

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