50 Jahre Rettungsdienst: 1. Einsatz war Unfall auf der Selmer Straße

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Werne. Vor 50 Jahren wurde in Werne der erste Rettungswagen in Dienst gestellt. Ein Anlass zum Feiern.

Am Freitag (08.09.2023) trafen sich in der Rettungswache am Konrad-Adenauer-Platz Männer der ersten Stunde, langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vertreter des aktuellen Teams und der benachbarten Feuerwehr sowie Vertreter der Ratsfraktionen zum gemütlichen Beisammensein.

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Viele Erinnerungen wurden in den Gesprächen geweckt, aber auch ernste Töne angeschlagen: Bürgermeister Lothar Christ berichtete zum Schluss seines Grußwortes von stetig steigenden Einsatzzahlen, die das Rettungsteam stark in Anspruch nehmen. Oft seien sie überflüssig, weil der Hausarzt oder der ärztliche Notdienst der richtige Ansprechpartner seien.

Von 1953 bis 1973 war ein Krankenwagen bei der Firma Taxi Crämer (heute Wiewel) stationiert. Doch mit den steigenden Anforderungen wurde es nötig, einen hauptamtlichen Rettungsdienst einzurichten, der am 1. Juni 1973 seine Arbeit im früheren Feuerwehrgerätehaus am Hagen aufnahm. Herbert Lünebrink und Heinz Harhoff waren die ersten Mitarbeiter, die schon am ersten Tag um 13.20 Uhr mit dem neuen VW-Bus zu einem Verkehrsunfall an der Selmer Straße gerufen wurden. Unterstützt wurden die hauptamtlichen Kräfte in der Anfangszeit durch zwölf Freiwillige. Ein Jahr später stieß mit Norbert Dahlhoff die dritte hauptamtliche Kraft zum Team, das am 1. Mai 1974 ins neue Gerätehaus der Feuerwehr am Konrad-Adenauer-Platz umgezogen war.

Lothar Christ berichtete in seinen Grußworten von der wachsenden Bedeutung des Rettungsdienstes, der mit einer spartanischen Ausrüstung begonnen habe. 320 Einsätze habe das Team im ersten Gründungsjahr gehabt, ein Jahr später seien es schon über 600 gewesen. Inzwischen sei diese Zahl auf 6474 Einsätze im Jahr 2022 und das Rettungsteam auf 33,5 hauptamtliche Stellen gewachsen.

In gemütlicher Runde wurde das 50-jährige Bestehen des Rettungsdienstes der Stadt Werne gefeiert. Foto: Klaus Brüggemann

Zwei moderne Fahrzeuge seien in der Wache stationiert, die vor 15 Jahren in die frühere Polizeistation neben dem Feuerwehrgerätehaus umgezogen sei. „Wir haben damals 1,1 Millionen Euro in den Umbau investiert“, sagte der Verwaltungschef. Im kommenden Jahr sei die Anschaffung eines dritten Fahrzeuges geplant. „Der Rettungsdienst hat einen rasanten Wandel erlebt, vom Provisorium hin zu einem professionellen, hochqualifizierten und technisch mit modernsten Mitteln ausgestatteten Team“, so Christ. Er dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und selbstverständlich auch den früheren Einsatzkräften für ihre Arbeit. Christ: „Alle, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind, können sich auch in Zukunft auf den Werner Rettungsdienst verlassen.“

Hartmut Kröger, der den Rettungsdienst seit 13 Jahren leitet, dankte für die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der benachbarten Feuerwehr. Ein Dank, den Feuerwehr-Chef Thomas Temmann gern zurückgab. Die Zusammenarbeit funktioniere einwandfrei und kameradschaftlich.

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