Stadtmuseum verschenkt 200 Exemplare der „Rathaus-Festschrift“

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Werne. Vor genau 50 Jahren – im Oktober 1973 – wurde in Werne die „Rathaus-Festwoche“ begangen: Das Stadthaus am Konrad-Adenauer-Platz wurde eröffnet und zugleich das sanierte Historische Rathaus wieder zur Nutzung übergeben.

„Die beiden Bauten bringen in besonderer Weise den Willen der Bevölkerung und des Rates der Stadt Werne zum Ausdruck, historisch Überkommenes zu pflegen und sinnvoll für die heutigen Bedürfnisse zu verwenden und gleichzeitig modernen Erfordernissen […] gerecht zu werden“, schrieben 1973 Bürgermeister Grube und Stadtdirektor Wuermeling in ihrem Vorwort zu der zu diesem feierlichen Anlass herausgegebenen „Rathausfestschrift“.

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Diese Festschrift umfasst in einem festen Leineneinband auf 230 Seiten Aufsätze zur Stadtgeschichte, zur Geschichte des Werner Rathauses, der Verwaltungsgeschichte Wernes und der damals noch anstehenden (1975 durchgeführten) kommunalen Neugliederung, durch die Werne seitdem zum Kreis Unna gehört.

„Die Rathausfestschrift ist gleich doppelt spannend zu lesen: Sie beinhaltet viel Interessantes über Wernes Geschichte, aber sie ist gleichzeitig auch schon selber Geschichte und zeigt uns das Selbstbild, dass Stadtverwaltung und Stadtrat vor 50 Jahren von Werne hatten. Ein echtes Zeitdokument“, findet Flemming N. Feß, Leiter des Stadtmuseums.

Anlässlich des 50. Jubiläums möchte das Stadtmuseum nun noch einmal möglichst vielen Menschen die Möglichkeit bieten, diese historische Festschrift zu lesen. Darum werden die noch eingelagerten Restbestände verschenkt. „Wir haben einen Schrank aufgemacht und knapp 200 Exemplare originalverpackt gefunden. Das ist ja schade drum. Deshalb möchten wir das Jubiläum nutzen und diesen Blick in die Geschichte allen Interessierten anbieten“, erläutert Museumsleiter Feß.

Ab sofort kann sich jeder, der möchte, ein Exemplar kostenlos im Stadtmuseum abholen. Natürlich gilt hierbei das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Einen besonderen Grund, sich zu beeilen gibt es übrigens auch: Die ersten zehn Interessenten haben zusätzlich die Gelegenheit, den Nachdruck des Sim-Jü-Plakats von 1961, gestaltet vom damaligen Stadtgrafiker Karl Losch, im Format DIN-A1 mitzunehmen, um zuhause die Wände zu verschönern.

Kurioser Zufall: 1961 fiel Sim-Jü exakt auf die gleichen Daten wie in diesem Jahr, den 21. bis 24. Oktober. Ein Besuch im Stadtmuseum lohnt sich dieser Tage also gleich dreifach: Nicht nur durch die spannenden Ausstellungen, es besteht auch die Gelegenheit, sich kostenlos mit Lesestoff und Wandschmuck auszurüsten.

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