Donnerstag, Januar 8, 2026

Standesamt ist wieder digital – Schritt zurück in die Normalität

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Werne. „Wir haben seit Anfang des Jahres wieder Zugang zum System“, bestätigte Karin Oestermann vom Werner Standesamt am Freitag (12. Januar 2024) auf Nachfrage von WERNEplus den wichtigen „Schritt zurück in die Normalität“, der bei dem dreiköpfigen Team verständlicherweise große Freude auslöste. Wie berichtet, hatte ein Hacker-Angriff Ende Oktober mehr als 70 Kommunen in NRW von der digitalen Bearbeitung abgeschnitten.

In der Werner Stadtverwaltung hatte es „nur“ das Standesamt getroffen, das sich aus Gründen der Sicherheit vom Fachverfahren AutiSta – Automation im Standesamt – abmelden musste. Das Programm ermöglicht es den Standesämtern, ihre Aufgaben rund um den Personenstand der Bürger – sprich Heirat, Geburt und Tod und mehr – wahrzunehmen.

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Die Frage, ob denn jetzt alles wieder funktioniere, beantwortete Oestermann aber dennoch mit einem klaren „Jein“. Zwar könnten sie und ihre beiden Kolleginnen die Familienstandsurkunden der Werner Bürger/innen bei Heirat, Geburt oder im Sterbefall nun wieder auf digitalem Weg erstellen, allerdings sei der Zugang zum System auch oft noch unterbrochen, schilderte sie den etwas ruckeligen Neustart.

Hinzu komme, dass nun auch all die Rückstellungen abgearbeitet werden müssten, die in der Zeit ohne Zugang zu den Standesamtsregistern angefallen seien. So warteten beispielsweise Angehörige von Werner Bürgern, die in zwischen Ende und Oktober bis zum Jahresende verstorben sind, auf die Ausstellung der Sterbeurkunden.

Rückstellungen und Aktuelles abarbeiten

Gleichzeitig müssten auch die aktuellen Sterbefälle aufgenommen und beurkundet werden, ebenso wie Geburten und Trauungen. Außerdem gingen beim Standesamt gerade viele Wünsche für Trauungstermine ein, weil Heiratsanträge unterm Weihnachtsbaum offenbar gute Chancen auf das erhoffte „Ja“ haben.

Ohnehin sei speziell zum Jahreswechsel im Standesamt in der Regel viel zu tun, so müssten viele Statistiken geführt werden. Die Erstellung der sensiblen Personenstandsdaten erfordere im Sinne der Datensicherheit zudem längere Bearbeitungszeiten.

„Wir müssen da abwägen und sowohl die Rückstellungen wie die dringenden Vorgänge erledigen“., so Karin Oestermann. Für die drei Halbtagskräfte der Stadtverwaltung keine leichte Aufgabe. Deshalb warb sie um Verständnis, dass man zwischen dem Bearbeiten der Rückstellungen und der aktuellen Vorgänge abwägen und Prioritäten setzen müsse, hieß es sinngemäß.

Damit sei man in den nächsten Wochen noch beschäftigt und könne deshalb auch die eingehenden E-Mail-Anfragen nicht wie sonst üblich, noch am selben Tag beantworten, sondern erst in den Tagen darauf.

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