Samstag, März 14, 2026

Frühjahrsputz zum Vogelschutz – Viele machen mit

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Werne. Trotz Regen und wenig angenehmen Temperaturen folgten am Donnerstagnachmittag, 8. Februar 2024, rund 40 Helfende dem Appell von Klaus Nowack, in den Rieselfeldern durch das Hochwasser im Dezember und Januar angeschwemmten Müll zu entfernen.

Der Ornithologe und Vogelschützer hatte zu der Müllsammel-Aktion aufgerufen, um rechtzeitig vor Beginn und der Brutzeit in der Lippeaue Glasflaschen, Plastikplanen und -flaschen, Styropor, Metallreste und alle möglichen anderen Rückstände zu entfernen.

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Von der großen Resonanz von jüngeren wie älteren Mitmachern auf seine Aktion war Klaus Nowack schlicht begeistert. 38 Teilnehmende hatten sich angemeldet und ließen sich auch von dem schlechten Wetter nicht abschrecken. „Wir konnten die Aktion auch nicht verschieben“ erklärte Nowack, denn die dafür eingeholten Genehmigungen waren an den Termin gebunden.

Tatsächlich stapfte dann am Nachmittag vom Treffpunkt am Südring/Ecke Horneburg/ THW-Gelände ein großer Helfertrupp mit Regenjacken, Gummistiefeln, Handschuhen, Greifstöcken und Müllsäcken bewehrt zum „Großreinemachen“ in einem besonders betroffenen Bereich los.

„Treibgut“ aller Art blieb nach der Aktion zur Abholung zurück.

Von Glas, Plastik und Metallreste bei Aktion entfernt

Schnell war eine Strecke von Glasflaschen gelegt, die dann getrennt gesammelt und entsorgt wurden. Restmüll und Altglas wurden zusammengetragen und anschließend abgeholt. Auch eine Viehtränke aus Plastik, die von einer gut einen Kilometer entfernten Viehweide angeschwemmt worden war, wurde zu Abholung durch den Besitzer geborgen. Ein größeres Bündel von verrostetem Stacheldraht – zweifelsohne ein Altlast – wurde aus einem Gewirr von Brombeerranken und Bruchholz entfernt.

„Nach einer Stunde ist alles fertig“, freute sich Klaus Nowack über den gemeinschaftlichen Einsatz. Letztlich sei die Überschwemmung der Lippeaue für die Vogelwelt sogar ein Vorteil, erklärte er. Denn in Jahren nach einem Hochwasser wirke sich das positiv aus. „Danach explodiert praktisch das Leben“, schilderte er die Effekte die das Wasser für Flora und Fauna mit sich bringe. Insekten, Vogelwelt und kleinen Säugetieren profitieren.

Helfereinsatz in der Mersch.

Die Lippeaue bietet Lebensraum und Rastplatz für rund 150 Vogelarten, darunter auch seltene Arten wie die Bekassine, Kornweihe oder der inzwischen leider kaum noch anzutreffende Kiebitz, beschrieb der Experte die gefiederte Vielfalt. Gegenwärtig seien auch Kraniche und vier verschiedene Gänsearten in großer Zahl als Gäste zu sehen.

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