Keller leer, Flohmarkt voll, Kinder wach: Gute Stimmung beim Trödeln

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Werne. Tausende von Schnäppchenjägern und Schaulustigen bildeten am Samstag (01.06.2024) die Kulisse für den Trödelmarkt in der Werner Innenstadt. Kinder hatten ihren Spielzeugbestand, Frauen ihre Kleiderschränke und Opas und Väter ihre Keller, Speicher und Werkstattbereiche durchkämmt und damit ein reichhaltiges Eldorado zum „Trödeln“ geschaffen.

Bunt wie das Angebot an gebrauchten und noch brauchbaren Sachen waren auch die Beweggründe der Besucher zum Gang über das Marktgelände. Die einen wollten „nur mal gucken“. Andere wussten schon ganz genau, wonach sie suchten.

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Zu diesen „anderen“ gehörten die sieben Jahre alte Zoe und ihre Mutter Nadine. Das Mädchen ist begeisterter Playmobil-Fan. Zusammen suchten sie ein bestimmtes Haus. Zoe berichtete: „Das habe ich selbst vom Taschengeld bezahlt“. Ihre daneben stehende Mutter mit dem schweren Spielhaus auf dem Arm, ergänzte den Bericht der Schülerin. Die Suche sei gar nicht so einfach gewesen, sie habe handeln müssen: „An einem Stand hätten wir 45 Euro bezahlen sollen.“ An einer anderen Ecke hatten die beiden Spürnasen Erfolg. Die Mutter zeigte sich stolz: „Der Verkäufer wollte eigentlich 25 Euro haben, ich habe den Preis herunter gehandelt.“ 

Direkt bei der Pfarrkirche hatten Hannah Kempf, ihre Mutter und drei ihrer Mitstudentinnen zusammen mit einer der Mütter einen sechs Quadratmeter-Verkaufsplatz eingerichtet. Die Frauen verkauften an ihrem Gemeinschaftsstand alles, was sie bei sich zu Hause in Kleiderschränken und Abstellräumen an Überflüssigem finden konnten. Hannah Kempf resümierte: „Wir waren erschrocken, was sich da an noch guter Kleidung alles angesammelt hatte.“ Die Studentinnen waren seit 5.30 Uhr auf dem Marktgelände und hatten zunächst den Standaufbau bewerkstelligt. Lena Kamolz hatte extra den Wecker gestellt, um ja rechtzeitig in der Werner City aufzuschlagen. Auf jeden Fall seien sie alle pünktlich vor Ort gewesen, wie die Studentin berichtete. Nach den ersten Stunden waren die Verkäuferinnen mit der Nachfrage und dem Erlös zufrieden.

Am späteren Vormittag herrschte an den Schwerpunkten des Marktgeschehens richtiges Gedränge. Foto: Steinmüller

Das gilt auch für die beiden Werner Schülerinnen Pauleen (12) und ihre 13 Jahre alte Freundin Mia. Während Pauleen zum ersten Mal Flohmarktluft schnupperte, konnte Mia schon auf Erfahrungen aus den Vorjahren verweisen. Die Idee zum gemeinsamen Trödelmarktprojekt hatte Pauleens Mutter Andrea Grieger. Pauleen: „Wir mussten gar nicht erst lange Sachen zusammensuchen. Wir hatten schon viele Spiele und Bücher, die weg konnten“.

Vier Studentinnen waren früh aufgestanden, um nachhaltiges Wirtschaften durch den Verkauf gebrauchter Sachen wahr zu machen: (v.l.) Michelle Preukschat, Selina Althöfer, Lena Kamolz und Hannah Kempf. Foto: Steinmüller

So ähnlich war es auch Bennett Baßmann und seiner kleinen Schwester Nike ergangen. Papa Dirk Baßmann: „Wir waren ab 6.30 Uhr hier und haben schon einiges verkauft“. Familie Baßmann hatte schon in den Vorjahren Erfahrungen mit dem „Big Buisness“ auf dem Flohmarkt gesammelt und liebt deshalb die Atmosphäre zwischen Trödel, Ramsch und Raritäten.

Eine ganz besonders positive Note erhielt der Werner Flohmarkt, weil nur „Amateur-Trödler“ vor Ort waren, die ausschließlich Second-Hand-Waren anboten.

Mehr Eindrücke vom Flohmarkt in Werne finden Sie in unserer Fotostrecke.

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