„Feuerprobe“ für Wehrkräfte unter Atemschutz

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Werne. Eine umfangreiche Ausbildung für die Atemschutzgeräteträger hat die Freiwillige Feuerwehr Werne am Freitagabend (23. August 2024) durchgeführt. Dazu stand ein spezieller Sattelzug auf dem Gelände der Stadtwerke Selm zur Verfügung, in dem die Realbrandbekämpfung unter Atemschutz trainiert wurde. Der Anhänger wurde dann am Samstag auch von der Freiwilligen Feuerwehr Selm genutzt.

Für Atemschutzgeräteträger ist es essenziell, sich mit den Gefahren einer Rauchgasdurchzündung und Rauchexplosion (Flashover, Backdraft), sowie mit speziellen Brandphänomenen vertraut zu machen. Dafür stand den Einsatzkräften jetzt eine feststoffbefeuerte Brandübungsanlage zur Verfügung.

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Die Instruktoren brachten den Teilnehmern eine realistische Darstellung eines Brandverlaufs sowie von Brandphänomenen in einem Objekt hautnah und sicher näher. Mehrere unterschiedliche Einsatzszenarien wurden in dem Auflieger dargestellt, die die Einsatzkräfte wie in einem realen Einsatz mit Schlauch und Strahlrohr löschen mussten. Mit der Wärmebildkamera wurde die Temperatur der Rauchgase bestimmt und ab einer gewissen Temperaturgrenze gezielt heruntergekühlt.

12 Feuerwehrleute nutzten Training zur Realbrandbekämpfung

Mehrere Kleingruppen absolvierten drei der etwa 15-minütigen Übungen gemeinsam mit einem Ausbilder im Container. Ausgerüstet mit der erforderlichen Schutzausrüstung zur Brandbekämpfung und einem etwa 20 Kilogramm schweren Atemschutzgerät auf dem Rücken, das seinen Träger mit der nötigen Atemluft versorgt, gingen die ehrenamtlichen Frauen und Männer über eine Treppe in den mit Holz befeuerten Container zur Brandbekämpfung vor.

Die Handhabung des Strahlrohrs mit den unterschiedlichen Sprühbildern, sowie die Nutzung der Wärmebildkamera wurden in drei unterschiedlichen Durchläufen geprobt. Es wurden die Strömungspfade des Brandrauches im Innern des Containers beobachtet und wie sich das Feuer und der Rauch unter der Zugabe von Sauerstoff verhalten. Bei teilweise über 300 Grad Temperatur im Innern des Containers wurde aufgezeigt, wie wichtig ein richtig dosierter Einsatz mit Wasser ist.

Realbrandausbildung der Freiwilligen Feuerwehr Werne

Ebenfalls wurde durch die Wärmegewöhnung das Vertrauen in die persönliche Schutzausrüstung bei der sogenannten „Nullsicht“ gestärkt. Durch die Menge des eingesetzten Löschwassers wurde zusätzlich zum Löscherfolg auch die Sicht in der dunklen Anlage beeinflusst. Wasserdampf bzw. Brandrauch breitete sich schnell im Raum aus und erschwerte den Atemschutztrupps die Sicht zusätzlich. Nach der erfolgreichen Brandbekämpfung unter realistischen Bedingungen kamen die Feuerwehrmitglieder erschöpft wieder aus der Feststoffbrandanlage.

Das Feedback der Übungsteilnehmer war am Ende sehr positiv, da sich die Möglichkeit zu solchen realitätsnahen Übungen selten bietet. Speziell die jungen Kameradinnen und Kameraden, die im Ernstfall im Innenangriff einen Brand bekämpfen müssen, hatten so Gelegenheit, vor ihrer ersten echten heißen Feuerprobe in einer sicheren Umgebung viele Erkenntnisse zu gewinnen. Im Einsatz können die bei dieser Ausbildung gewonnenen Erfahrungen und Fähigkeiten Leben retten.

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