Wernutopia fällt aus – Trostpflaster für OGS-Kinder

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Die Kinderferienstadt Wernutopia kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Das wurde am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss bekannt gegeben. Die Eltern, die ihre Kinder bereits angemeldet hatten, wurden schriftlich über den Entschluss informiert. Ein Trostpflaster gibt es für die Mädchen und Jungen des Offenen Ganztags (OGS).

„Wir arbeiten in Zusammenarbeit mit den drei Grundschulen an einem Alternativprogramm“, verriet Norbert Lutterbeck aus dem Jugendamt. Zeitraum: die ersten drei Ferienwochen. „Alle, die auf die letzte Hälfte gehofft hatten, müssen wir leider enttäuschen.“ Wernutopia sei in Zeiten von Corona in gewohnter Form nicht durchführbar. „An drei Standorten ließe sich die Corona-Schutzverordnung aber umsetzen. Wir denken dabei an kleine Gruppen, die immer zusammen bleiben. Die beliebten Ausflugsfahrten können aber natürlich nicht stattfinden“, erklärt der Jugendamtsmitarbeiter. Man könne die Schulen mit Honorarkräften unterstützen, selbst das Angebot eines Mittagessens sei für einen kleinen Obolus möglich.

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„Wir haben Ideen und Visionen für solch ein alternatives Wernutopia“, sagt Norbert Lutterbeck. So könnten die Kinder beispielsweise ein eigenes „Straßen-Festival“, was ebenfalls wegen der Corona-Krise abgesagt werden musste, aufführen und als Video der Öffentlichkeit präsentieren.

„Der Bedarf bei den Eltern ist sicherlich da. Doch ob alle Berechtigten ihre Kinder auch anmelden, bleibt abzuwarten.“ Die bereits getätigten Anmeldungen für Wernutopia sind folglich ungültig. „Die Eltern, die ihr Kind in der OGS angemeldet haben und Interesse an diesem Trostpflaster haben, sollten sich direkt mit der jeweiligen Schule in Verbindung setzen und eine neue Anmeldung ausfüllen“, so Lutterbeck abschließend.

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