Samstag, April 18, 2026

Stadtmuseum Werne lädt zum Filmabend mit Glühweinumtrunk ein

Anzeige

Werne. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und das bietet eine gute Gelegenheit, einmal innezuhalten und Danke zu sagen. Auch das Stadtmuseum möchte sich bei allen Unterstützer/innen und Besucher/innen für das erfolgreiche Museumsjahr bedanken.

Damit es nicht bei warmen Worten bleibt, sollen diesen auch ein warmes Getränk folgen. Darum lädt das Museum am Donnerstag, 28. November, um 19 Uhr zu einem gemeinsamen Filmabend mit anschließendem Glühweinumtrunk ein. Gezeigt wird SEIN ODER NICHTSEIN (USA 1942, R: Ernst Lubitsch). Die Teilnahme ist kostenlos.

- Advertisement -

Mitten im Zweiten Weltkrieg produzierte Ernst Lubitsch eine bitterböse Satire, mit der er filmisch mit den Nationalsozialisten abrechnete. Lubitsch, jüdisch-deutscher Filmemacher aus Berlin, war bereits in den 1920er Jahren nach Hollywood emigriert und dort zu einem der wichtigsten Regisseure seiner Zeit geworden. Mit SEIN ODER NICHTSEIN wagt er den Versuch, dem unermesslichen Grauen der NS-Diktatur und des von ihr entfesselten Krieges mit Humor zu begegnen.

Der Film spielt im besetzten Warschau. Eine Theatertruppe, die gerade Shakespeares Hamlet aufführt – daher der Filmtitel – wird in eine Spionagegeschichte verwickelt. Um den Warschauer Widerstand zu retten, müssen sich die Theaterleute als Nazis ausgeben und schauspielerisch alles geben. Ein gefährliches Verwirrspiel beginnt.

Szene aus Sein oder Nichtsein. Quelle: Deutsches Filminstitut

Mit seiner mutigen Satire verwendet Lubitsch Humor als Waffe gegen die Schrecken seiner Gegenwart. Heute gilt der Film als Klassiker des Hollywoodkinos und ist zurecht in die Filmgeschichte eingegangen. Als Stück Erinnerungskultur kann er zugleich aufzeigen, dass Vergangenheits-, und Gegenwarts-Bewältigung bei aller Ernsthaftigkeit nicht immer ernst sein muss.

Wie im vergangenen Jahr bei DIE FEUERZANGENBOWLE wird der Vorführung wieder eine filmwissenschaftliche Einführung vorangestellt. Museumsleiter und Filmwissenschaftler Flemming N. Feß beleuchtet den Entstehungszusammenhang und gibt kleine Hinweise, worauf es sich bei der Filmsichtung zu achten lohnt.

Im Anschluss an den Film soll es wieder die Möglichkeit geben, bei einer Tasse Glühwein oder Kinderpunsch oder einem Kaltgetränk ganz zwanglos über das Gesehene ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Da die Platzanzahl in der Westfälischen Stube begrenzt ist, wird um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an museum@werne.de oder telefonisch unter 02389/780773 gebeten.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Nach viralen Social Media Video: Polizei nimmt Hund in Obhut

Dortmund. Anfang dieser Woche kursierte ein Video in den sozialen Medien, welches die Misshandlung eines Hundes zeigt. Die Polizei stellte den Hund am Freitag...

Gratis-Beratung zum energetischen Sanieren startet im Mai

Werne. Ob zu den Themen Wärmepumpe, Dämmung oder Photovoltaik – seit knapp einem Jahr können sich Bürgerinnen und Bürger in Werne einmal monatlich von...

VSR-Gewässerschutz ist Eisengehalten im Brunnenwasser auf der Spur

Werne. Wie viel Eisengehalt befindet sich im Brunnenwasser des Kreises Unna? Dieser Frage ist in den vergangenen fünf Jahren der VSR-Gewässerschutz nachgegangen. Dessen Labormobil...

Gärtnerei Stadtgemüse: Noch freie Ernteteile – Führung gibt Einblick

Werne/Stockum. Im Folientunnel werden schon wieder frische Salate, Stielmus, Radieschen und allerhand andere knackige Gemüseköstlichkeiten geerntet. In der SoLaWi-Gärtnerei Stadtgemüse ist die Anbausaison schon...