Samstag, April 18, 2026

Planungen für den Bau der neuen Umspannanlage gehen voran

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Werne. Der erste Meilenstein auf dem Weg zur neuen Umspannanlage im Werner Norden ist geschafft. Der Verteilnetzbetreiber Westnetz hat nach eigenen Angaben den erforderlichen Grunderwerb abgeschlossen.

Das Grundstück für die neue Umspannanlage befindet sich im Bereich Stiegenkamp, liegt in unmittelbarer Nähe der bestehenden 110-kV-Freileitung und ermöglicht daher kurze Anschlusswege an das Hochspannungsstromnetz, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Darüber hinaus habe der Standort im Werner Norden den Vorteil, dass umfangreiche Tiefbauarbeiten für den Trassenbau im Bereich der Innenstadt vermieden werden.

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Erste vorbereitende Vermessungsarbeiten sind bereits auf dem Grundstück erfolgt. Ebenso laufen die Genehmigungsverfahren zum Trassenbau. Sofern die Genehmigungen vorliegen, soll Ende des Jahres mit den Tiefbauarbeiten begonnen werden, die für die Erweiterung des Mittelspannungsnetzes erforderlich sind. In den nächsten Jahren werden in mehreren Bauabschnitten rund 40 Kilometer Mittelspannungskabel ins Erdreich gelegt. Im Laufe des kommenden Jahres beginnen dann die Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Umspannanlage, sofern auch hier alle erforderlichen Genehmigungen der Aufsichtsbehörden vorliegen.

Energiewende stellt Stromnetz vor Herausforderungen

„Der Bau einer weiteren Umspannanlage in Werne wird erforderlich, da immer mehr lokale Unternehmen höhere Leistungsbedarfe anfragen, um beispielsweise ihren Fuhrpark auf E-Mobility umstellen zu können. Zudem ist durch das Fortschreiten der Energiewende ein Zuwachs an EEG-Anlagen zu verzeichnen, die immer mehr grüne Energie ins Stromnetz einspeisen“, schreibt Katrin Frendo, zuständig für die regionale Öffentlichkeitsarbeit, für die Westnetz GmbH.

Die neue Umspannanlage, die den Namen „UA Schmintrup“ tragen soll, ist neben der bestehenden UA Werne in der Lippestraße die zweite Umspannanlage im Stadtgebiet. Sie werde mit modernster Technik ausgestattet und sichere so eine leistungsfähige Infrastruktur, verbunden mit einer Erhöhung der Versorgungssicherheit. Die Anlage gewährleiste zudem ausreichende Kapazitäten für zukünftige Netzanschlüsse. Der Einsatz digitaler Betriebsmittel sorge für eine optimierte Netzauslastung. So werde die Region mit Energie aus anderen Gegenden versorgt, wenn die Stromnachfrage die regionale Stromerzeugung übersteigt.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Umspannanlage ist für 2028 geplant.

Bei der Bauplanung arbeitet Westnetz von Beginn an eng mit der Stadt Werne sowie den zuständigen Genehmigungsbehörden zusammen. „Wir sind gerne ein zusätzlicher Ansprechpartner, wenn Anwohnende sowie Bürgerinnen und Bürger Fragen haben. Es handelt sich um ein wichtiges Infrastrukturvorhaben für Werne und unsere Menschen“, sagt Linn Julia Temmann, Bürgerdialogmanagerin der Stadt Werne.

Hintergrund

Eine Umspannanlage ist Teil des Stromnetzes und dient der Verbindung unterschiedlicher Spannungsebenen. Denn die elektrische Energie wird auf ihrem Weg von der Erzeugung zum Endverbraucher auf mehreren Spannungsebenen transportiert, um eine möglichst verlustarme Übertragung zu erreichen. Die neue Umspannanlage in Werne transformiert die elektrische Energie von 110.000 auf 10.000 Volt.

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