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Stockumer/Horst. Im Zuge der fast eineinhalbjährigen Sanierung der Mühlenstraße zwischen Stockum und Horst hatte der Kreis Unna eine marode Leitplanke entfernt – und nicht erneuert. Das sorgte für Diskussionen im jüngsten Bezirksausschuss.

Der stellvertretende Vorsitzende Siegfried Scholz (SPD) mahnte an: „Ich habe mir das mal angeschaut. Bei Tempo 70 und Schnee oder Glatteis ist das nicht ungefährlich.“ Gemeint ist die leichte Linkskurve gut 100 Meter hinter Am Schacht (Fa. Feldmann) und Ostholtweg , wenn man die Kreisstraße aus Stockum Richtung Horst befährt.

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Dr. Tobias Gehrke, Leiter des Kommunalbetriebs Werne (KBW), hatte sich im Vorfeld beim Kreis Unna über die Maßnahme schlau gemacht und gab die Aussagen des zuständigen Mitarbeiters Jürgen Busch wieder. Laut neuer Gesetzgebung sei an dieser Stelle keine Leitplanke mehr erforderlich. „Leitplanken werden im Unfallgeschehen nicht nur positiv gesehen“, erläuterte Dr. Tobias Gehrke: „Und der Kreis hält sich da stur ans Regelwerk.“

Für Christoph Mürmann, sachkundiger Bürger der CDU, meinte: „Gesetze hin oder her – das ist gefährlich. Die Leitplanke muss da wieder hin.“ Peter Roemer, SPD-Ratsherr und Motorradfahrer, schätzte die Verkehrssituation dagegen als „nicht gefährlich“ ein.

Der Blick auf die diskutierte Stelle aus Horst kommend. Foto: Wagner

„Sollte Sie sich entscheiden, dort wieder eine Leitplanke hinzusetzen, müsste die Stadt Werne die Kosten tragen“, sagte der KBW-Leiter.

Daraufhin beendete Martin Cyperski (CDU) die Diskussion mit dem Auftrag an die Verwaltung, die Kosten zu schätzen und zudem die entsprechenden Gesetze, auf denen sich die Kreisverwaltung beruft, vorzuliegen. Als zusätzliche Alternative brachte der Ortsverbandsvorsitzende der Christdemokraten eine Temporeduzierung von 70 auf 50 km/h ins Spiel.

Fortsetzung im nächsten Bezirksausschuss …

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