„Wir müssen gewährleisten, dass wir alle Kinder erreichen“

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Werne. Seit Montag gelten an den NRW-Schulen neue Regeln. Wegen der hohen Corona-Zahlen ist die Präsenzpflicht aufgehoben. Die Entscheidung über die Teilnahme der Schüler am Präsenzunterricht ist den Eltern freigestellt. Ab Klasse 8 erfolgt der Unterricht grundsätzlich in Distanz, sodass es an der Marga-Spiegel-Sekundarschule am Montag recht übersichtlich in vielen Klassenräumen ausgesehen hat.

An der Sekundarschule erschienen nach dem Wochenende rund 250 Schüler aus den Klassen 5 bis 7. „Damit sind gut zwei Drittel aus den drei Jahrgängen zum Unterricht in die Schule gekommen“, sagt Hubertus Steiner. Der Schulleiter vermutet aber, dass in den kommenden Tagen sukzessive weniger Schüler zum Präsenzunterricht erscheinen werden, weil die Eltern mittlerweile erfahren haben, das die für diese Woche geplanten Lernzielkontrollen auf das nächste Jahr verschoben werden.

Laut der aktuellen Planung endet der Unterricht am Freitag, 18. Dezember, und soll nach den bisherigen Plänen am 11. Januar wieder beginnen. Wie schon gewohnt, gab es für Steiner und seine Kollegen sehr wenig Zeit, sich auf die neuen Regelungen vorzubereiten. „Wir haben es am Freitag eine halbe Stunde vor Schulschluss aus den Medien erfahren, dann kann eine Schule nicht mehr reagieren. Das offizielle Schreiben ist bei mir auf dem Rechner am Sonntagabend angekommen“, so Steiner weiter.

Ältere Schüler sollen nach der neuen Regelung nicht mehr ins Klassenzimmer kommen und auf Distanz lernen. Diese Lernform ist aktuell jedoch nur bedingt auf gleichem Niveau möglich, denn auf die insgesamt 150 Endgeräte, die im März bestellt worden sind, wartet die Sekundarschule noch immer. Nach Schätzung des Schulleiters sind es pro Jahrgang ungefähr 20 Schüler, die zu Hause nicht mit geeigneten Endgeräten ausgestattet sind, und eins der 150 iPads leihweise zur Verfügung bestellt bekommen sollen. Die Hoffnung war, dass die Geräte noch vor Weihnachten eintreffen.

Mit der Kommunikationsplattform SchoolFox werden beim Unterricht auf Distanz normalerweise Aufgaben an alle Schüler verteilt. Zusätzlich gibt es digitalen Unterricht per Video-Schaltung. „Wir müssen gewährleisten, dass wir alle Kinder erreichen. Wenn die Nutzung von SchoolFox aber nicht funktioniert, weil einige Schüler keinen Zugriff auf geeignete Endgeräte haben, müssen sie sich das Material in der Schule abholen“, erklärt Steiner. Immerhin aber sei die Quote der Kinder und Jugendlichen, die dies tun müssen, seit dem Ausbruch der Pandemie im März gesunken.

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