Linderthalle: Schlüsselgewalt bleibt dauerhaft bei Sportvereinen

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Werne. Die Schlüsselgewalt für die Lindert-Turnhalle wurde Anfang 2024 ein Jahr lang auf Probe den nutzenden Sportvereinen übertragen. Dieses Verfahren habe sich bewährt und werde nun dauerhaft umgesetzt, so die einstimmige Entscheidung im Schul- und Sportausschuss am Dienstag (18.03.2025). Das Gremium folgte damit der Verwaltungsvorlage aus dem Sportamt.

Auf Initiative der TV Werne Handballabteilung hatte die CDU-Fraktion den Antrag „Erleichterung des Zugangs zu Sporthallen für Sportvereine“ gestellt. Bei einem Teil der anderen Nutzern sorgte dies nicht gerade für Begeisterung, daher berichtete Andreas Trottenberg aus dem Sportamt doch etwas überraschend: „Nach einem Jahr Probedurchlauf fehlen uns die Argumente, das wieder rückgängig zu machen.“

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Entscheidend für den Beschluss, die Schließgewalt dauerhaft den Vereinen zu übertragen, scheint die Senkung der Lohnkosten für die Hausmeisterdienste zu sein. Im Probejahr konnten laut Verwaltungsvorlage circa 187,5 Arbeitsstunden eingespart werden. Die klamme Stadtkasse wurde und wird somit um gut 5.350 Euro pro Jahr entlastet. Die Politik gab ein einstimmiges Votum ab.

Im Rahmen der Rückmeldungen der Sportvereine gab es sowohl positives als auch negatives Feedback. Positiv wurde der jederzeitige Zugang zur Sporthalle ohne vorherige Abstimmung mit einem Hausmeister wahrgenommen. Negativ wurde der Aufwand und die Verantwortung für den Schließvorgang erachtet. Insgesamt ergibt sich ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen positivem
und negativem Feedback, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Und weiter: Störungen im Trainings- und Spielbetrieb seien nicht aufgetreten, wobei Trottenberg einräumte, dass „ein- oder zweimal die Türen der Halle nicht verschlossen waren“.

Der Sportlereingang der Linderthalle – eine von insgesamt drei Türen der Sportstätte. Die Schlüsselgewalt haben nun dauerhaft die Vereine. Archivfoto: Wagner

„Die Vereine haften bei etwaigen Schäden“, antwortete Andreas Trottenberg auf eine Anmerkung aus dem Plenum. Die Vereine hätten dafür eine Versicherung. Auf schriftliche Nachfrage von WERNEplus ergänzt Abteilungsleiterin Kathrin Kötter: „Der mit jedem Nutzer geschlossene Nutzungsvertrag sieht eine Verpflichtung zum Abschluss einer ausreichenden Haftpflichtversicherung vor.“

Tatsächlich sind die Kosten für den Austausch oder die Änderung von Schlössern oder Schließanlagen und provisorische Sicherungsmaßnahmen sowie das Abhandenkommen der Schlüssel versichert. „Nicht versichert sind hier jedoch Schäden durch das Abhandenkommen von Gegenständen. Ebenso nicht versichert sind Schäden durch Dritte, die sich beispielsweise unbefugt Zutritt zur Halle verschaffen“, teilt Christian Danner, Sprecher der ARAG Versicherung, auf Anfrage von WERNEplus zum Versicherungsschutz über den mit dem Dachverband (LandesSportBund NRW e.V.) abgeschlossenen Sportversicherungsvertrag mit.

Nach den bisherigen Erfahrungen – mit und ohne Schließdienst – stelle es sich immer wieder als Problem heraus, den konkreten Verursacher eines Schadens zu ermitteln, bemerkt Kathrin Kötter. Nachdem nun zahlreiche Übungsleitende der verschiedenen Sportvereine über einen Schlüssel für die Linderthalle verfügen, dürfte dieses Problem größer werden.

„Die im letzten Jahr getroffene Vereinbarung soll aufgrund der nun dauerhaften Übertragung der Schlüsselgewalt überarbeitet und mit den betroffenen Vereinen neu abgeschlossen werden“, so noch einmal Kathrin Kötter.

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