Werne hat ehrgeizige Ziele für das Klimaschutzkonzept

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Werne. Umwelt, Mobilität und Klimaschutz. „Diese Themen werden Werne verändern, das ist eine Agenda für die nächsten Jahre “, ordnete Bürgermeister Lothar Christ im neu formierten, gleichnamigen Ausschuss zu den Inhalten des Gremiums ein. Dies sei auch für den Bürgermeister wichtig, begründete er seine außerordentliche Teilnahme an der ersten Sitzung, die der Vorsitzende Maximilian Falkenberg (Bündnis 90/ Die Grünen) eröffnete.

In der Beratung ging es gleich um das Schwerpunktthema Klimaschutz vor Ort, genauer gesagt um die vom Rat beschlossene Aufstellung eines Klimaschutzkonzepts. Zu diesem Zweck sollen eine Treibhausgas-Bilanz und eine Potenzialanalyse erarbeitet werden. Auf dieser Basis will man Klimaschutzziele für die nächsten 15 Jahre sowie langfristig bis zum Jahr 2050 definieren und konkrete Handlungsstrategien entwickeln.

Wernes Klimaschutzmanager Johannes zur Bonsen und Sabine Lohoff vom Fachbüro Gertec aus Essen, das bei der Konzeption beratend zur Seite steht, informierten in der Sitzung über den aktuellen Stand. Der Zeitplan ist ehrgeizig, denn bereits im Dezember 2021 soll das Klimaschutzkonzept vom Rat verabschiedet werden. Mit der Gertec GmbH hatte im Oktober ein Fachbüro mit mehrjähriger Erfahrung in der Erstellung von Klimaschutzkonzepten sowie als Unterauftragnehmer die EPC Projektgesellschaft in der Ausschreibung das Rennen gemacht.

In einer IST-Analyse für Werne (demografische Daten, Lage im Raum etc.) wurde zunächst der Status quo erfasst. Die nächsten Schritte sind bereits fixiert. Die Energie- und Treibhausgasbilanz soll bis Januar 2021 erstellt werden, die Potenzialanalyse sowie ein Klimaschutzleitbild bis Februar 2021. Für den 13. Januar 2021 kündigte zur Bonsen eine Auftaktveranstaltung an. Im März und April sind zehn Workshops geplant. Hier werden unter anderem Maßnahmenfelder wie erneuerbare Energien, Mobilität, IT-Infrastruktur, Gewerbe, Dienstleistungen, Handel und private Haushalte behandelt. Es folgen eine Zwischenpräsentation und das Maßnahmenprogramm. Beteiligt an dem Klimaschutzkonzept sind die Verwaltung und die Fachbüros sowie über den Beirat Verwaltung, Fraktionen und Initiativen.

In der Energie- und Treibhausgasbilanz werden Endenergieverbräuche (EEV) und Treibhausgasemissionen in verschiedenen Sektoren auf dem Gebiet der Kommune und über den Verlauf mehrerer Jahre betrachtet.

Für die Potenzialanalyse werden Potenziale im Stadtgebiet betrachtet, die technisch und wirtschaftlich machbar sind. Dazu zählen etwa die Steigerung der Energieeffizienz, Gebäudesanierung und der Ausbau erneuerbarer Energien. Die Potenzialanalyse liefere Anhaltspunkte, wie man den Ausstoß von Treibhausgasen mindern könne. Das erlaube eine Priorisierung von Maßnahmen sowie einen Einblick in verfügbare technische Entwicklungen.

Abschließend sollen Szenarien für fünf bis zehn Jahre zum Ausbau erneuerbarer Energien entworfen werden. „Wo könnte Werne landen, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden“, umriss Sabine Lohoff die Zielsetzung. An den Ergebnissen lasse sich dann ablesen, welche Bereiche des Stadtgebietes besonders energie- und emissionsintensiv seien. Dies diene zur Standortbestimmung und zur Klimaschutzplanung für das Konzept.

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