Montag, Mai 4, 2026

„Good bye Lenin!“: Die Geschichte der Wende und ihre Bedeutung

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Werne. Am Donnerstag (15.05.2025) gastiert die Burghofbühne Dinslaken mit dem Schauspiel „Good bye Lenin!“ im Kolpingsaal. Beginn ist um 20 Uhr.

Oktober 1989. Alex lebt mit seiner Schwester Ariane und seiner Mutter in Ostberlin, sein Vater hat schon vor vielen Jahren „rüber gemacht“. Heute feiert die DDR ihren 40. Geburtstag. Während die Mutter sich auf den Weg zu den Feierlichkeiten macht, sieht sie, wie ihr Sohn bei einer Demonstration brutal verhaftet wird. Sie kippt um, fällt ins Koma – für acht lange Monate. Bei Honecker eingeschlafen, und dann alles verpasst: den Fall der Mauer, die ersten freien Wahlen, Kohls Begrüßungsgeld. Ariane brät inzwischen Grilletten für Burger King. Alex ist arbeitslos geworden und verkauft Satellitenschüsseln aus dem Westen – will man da wieder aufwachen?

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Da hilft nur eines: die DDR muss weiterleben! Zumindest auf den zwölf Quadratmetern, in denen die Mutter ihr Krankenbett hat. Ikea-Regale verschwinden und die Garderobe wird mit Hilfe der Altkleidersammlung wieder osttauglich. Aber woher bekommt Alex denn jetzt ein Glas Spreewaldgurken, auf das die Mutter großen Appetit verspürt? Und dann will sie auch noch die Nachrichten schauen! Der Teufel steckt bekanntlich im Detail und das Lügenkonstrukt wird immer komplexer. Hilfe leistet Alex‘ Arbeitskollege Denis, semiprofessioneller Filmemacher, der die „Aktuelle Stunde“ wieder aufleben lässt und so die sich bahnbrechende Wahrheit in alternativen Fakten neu erklärt.

Humorvoll und einfühlsam erzählt „Good Bye, Lenin!“ die Geschichte der Wende und ihre Bedeutung für die Menschen. Dabei prallen Euphorie und Zuversicht auf Nostalgie und Depression. Es stellt sich die Frage nach dem, was einen Menschen ausmacht. Was bedeutet Heimat und welche Rolle spielt sie? Was ist ein Mensch und seine Arbeit wert? Nicht Ostalgie steht hier im Vordergrund, sondern die Suche nach dem, was den Menschen Halt geben kann in einer sich stark verändernden Gegenwart. Diese außergewöhnliche Komödie über die Liebe eines Sohnes zu seiner Mutter hat im Jahre 2003 Filmgeschichte geschrieben und darf jetzt in neuer Fassung auch das Theaterpublikum berühren.

Schauspiel von Bernd Lichtenberg, nach dem Film von Wolfgang Becker und Bernd Lichtenberg

Mit: Alexander Kerner: Linus Scherz // Ariane Kerner: Anna Marzinzik // Christiane Kerner, ihre Mutter: Friederike Bellstedt // Robert Kerner, Herr Klapprath: Arno Kempf // Denis: Markus Penne // Rainer: Adrian Hildebrandt // Lara Christine Schaller // Frau Schäfer Christiane Wilke // Mehlert: Ensemble // Ganske Ensemble

Inszenierung, Bühne und Kostüme: Maja Delinić // Musik: Clemens Gutjahr // Dramaturgie: Nadja Blank

Karten gibt es ab 15 Euro im Vorverkauf unter www.proticket.de/kulturbuero-werne.de oder bei den örtlichen Vorverkaufsstellen (Tourist-Info, Reisebüro Wagner, Schreibwaren Angelkort in Herbern und im Kulturbüro Werne).

Städtische Bühne Werne:

https://www.werne.de/de/erlebnis/stadt-kultur-erleben/kulturbuehnen/staedtische-buehne.php

Facebook: Kulturbüro Werne / Instagram: kulturbüro_werne

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