Hilfe für Stadtbäume – Gießkannen statt Wassersäcke für Baum-Paten

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Werne. Die Stadtbäume in unseren Straßen machen in den immer häufiger und länger auftretenden Hitze- und Trockenperioden des Sommers ihren Klima-Job. Sie spenden Sauerstoff, Schatten, Kühle, Luftfeuchtigkeit und – last, not least – wohltuendes Grün fürs Auge.Dazu brauchen besonders die noch jungen Exemplare zusätzliche Wassergaben, um anhaltende Trockenphasen zu überstehen.

Bereits 2020 wurde in Werne deshalb ein Patenschaftsprogramm ins Leben gerufen, an dem freiwillige „Baum-Kümmerer“ teilnahmen. Per Formular konnten Paten zu diesem Zweck ein Wassersack für den Baum vor der eigenen Haustür anfordern und in den Sommermonaten regelmäßig befüllen.

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Eine Überprüfung des Patenschaftsprogramms ergab jetzt allerdings, dass sich die Methode nicht bewährt hat. Statt Wassersäcken sollen künftig gekennzeichnete Gießkannen als Wasserspender an die Baum-Paten ausgegeben werden. Das Thema hat der Ausschuss für Umwelt, Mobilität und Klimaschutz am Dienstag, 20. Mai 2025, auf der Tagesordnung (17.30 Uhr, großer Sitzungssaal, EG Stadthaus).

Gezielte Wassergaben per Kanne durch „Baum-Kümmerer“

Die Wassersäcke seien in vielen Fällen nicht wie vereinbart in den Wintermonaten wieder entfernt worden. Das habe an den Baumstämmen zu Staunässe geführt, die der Vitalität des Baumes schaden könne, wird in der Sitzungsvorlage erläutert. So seien die Wassersäcke auch an alten, fest verwurzelten Bäumen angebracht worden, die keine zusätzlichen Wassergaben benötigten. Sinnvoll sei diese Bewässerungsmethode aber nur für Jungbäume bis zum zehnten Standjahr sowie für Bäume an Extremstandorten. Ferner müsse hier je nach Baumart unterschieden werden, da für manche Arten Staunässe problematisch sei.

Als Alternative zu den Wassersäcken, so der Beschlussvorschlag, sollen deshalb städtisch gelabelte Gießkannen und ein Beratungskonzept für Interessierte als neues Patenschaftsprogramm aufgelegt werden. Für die Gießpatenschaft müssen die Teilnehmenden genaue Angaben zum Baum machen, damit die Verwaltung entscheiden könne, ob eine zusätzliche Bewässerung notwendig ist oder nicht. Dies könne mit einem Fotos des Baumstandorts und der Angabe zum Stammesumfang leicht festgestellt werden. Wird ein Bedarf festgestellt, erhält der Gießpate eine Kanne der Stadt Werne, die er zudem weiterverwenden könne.

Für den Erwerb von 50 Gießkannen mit städtischem Logo werden Kosten von 700 bis 900 Euro veranschlagt. Pro Jahr könnten somit 50 Gießpatenschaften von Bürger/innen übernommen werden. Die werden über das Klimaschutz-Budget gedeckt.

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