Sonntag, Januar 11, 2026

AFG-Sanierung: „Small Steps“ sind raus, Verwaltung für „Big Bang“

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Werne. Die millionenschwere Sanierung des Anne-Frank-Gymnasiums war noch einmal im KBW-Betriebsausschuss Thema. Es gab zwar keinen abschließenden Baubeschluss, aber eine Tendenz, wohin die Reise hingehen wird.

In der letzten Sitzung dieser Legislaturperiode war die Variante „Small Steps“, eine abschnittsweise Sanierung des Altbaus im laufenden Betrieb, schnell vom Tisch. Die Verwaltung bevorzugt einen „Big Bang“, die Sanierung des Altbaus in einem Zug samt Bereitstellung einer Containeranlage und erhoffte sich die Zustimmung der Politik, eine weitere vertiefte Planung des Vorhabens durchzuführen. „Diese Variante ist die wirtschaftlichste und mit dem Schulbetrieb verträglichste. Ich bitte Sie, diese so zu beschließend“, wandete sich Dr. Tobias Gehrke, Leiter des Kommunalbetriebs Werne (KBW) an die Runde.

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Insgesamt wünschten sich die Frakionen, auch einen Ersatzbau für die Erweiterungsfläche und Flächen des Altbau nicht aus den Augen zu verlieren.

„Über die Varianten zu beschließen, sollte Aufgabe des neuen Stadtrats sein, der noch mehr genauere Zahlen benötigt. Aber die ‚Small Steps‘ schließen wir aus“, meinte CDU-Fraktionschefin Uta Leisentritt, die auf die möglichen Infrastrukturmittel der Bundesregierung verwies, die man möglicherweise miteinbeziehen können. Ähnlich sah es Artur Reichert (FDP), der „vertiefte Untersuchungen“ für einen möglichen Ersatzbau anregte, um ein Containerdorf zu vermeiden. Denn: Bis zur Inbetriebnahme des Neubaus kann der Altbau weiter genutzt werden und danach
abgebrochen werden.

Klaus Schlüter (Bündnis 90/Die Grünen) sah ebenfalle „Charme“ in einem Neubau und wollte abwarten, wieviel Geld die Stadt Werne zugewiesen kriegt. „Persönlich bin ich für ein Ende mit Schrecken, also einem Ersatzbau“, sagte der Ratsherr. Der Ausschussvorsitzende Lars Hübchen (SPD) hatte im Vorfeld mit Schulleiter Marcel Damberg telefoniert. Man war sich einig, keine Zeit zu verlieren, weiter zu arbeiten und abschließend die Ergebnisse zu bewerten.

Dr. Tobias Gehrke stellte die finanzielle Belastung gegenüber: rund 36 Millionen Euro für den „Big Bang“, 54 Millionen Euro für einen Neu- bzw. Ersatzbau. „Variante 2 ist am komplexesten, Nummer 3 weniger, dafür aber aufgrund der Kosten nicht attraktiv“, fasste der KBW-Leiter zusammen.

Schließlich herrschte einstimmig Konsens, die Varianten 2 und 3 weiterzuverfolgen – und jeden weiteren Schritt auch mit dem Schulausschuss und der Schulgemeinde eng abzustimmen.

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