Erntedank-Pilgergang von Werne nach Lenklar

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Werne. In einer Zeit, in der Obst und Gemüse das ganze Jahr über verfügbar sind, fällt es manchmal schwer, Erntedank zu feiern. Dass sich alte Bräuche und Traditionen dennoch halten, zeigte sich am Freitag, 26. September, als 14 Teilnehmende sich auf den Erntedank-Pilgergang von Werne zur Rochus-Kapelle in Lenklar begaben.

Unter dem Motto „Nun danket alle Gott” stand nicht nur der Dank, sondern auch die Verantwortung für die Schöpfung im Mittelpunkt.

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Der Förderverein Jakobsweg Werne e.V. hatte zu dem Erntedank-Pilgergang eingeladen.
An der Pilger Stele begrüßte Pilgerbegleiterin Gabriele Kranemann die Gruppe und erteilte den Pilgersegen, bevor sich die Teilnehmenden auf den Weg zu verschiedenen Haltepunkten machten.

Ein besonderes Highlight erwartete die Pilgernden am zweiten Haltepunkt: Constanze Rauert von der solidarischen Landwirtschaft „Gärtnerei Stadtgemüse” (SoLaWi) überraschte die Gruppe mit frischem Gemüse und einem selbstgemachten Fenchel-Pesto zum Probieren. Die Teilnehmenden erfuhren dabei Wissenswertes über nachhaltige Landwirtschaft und wurden zum Nachdenken über das eigene Konsumverhalten angeregt.

Am Ziel des drei Kilometer langen Pilgergangs, der Rochuskapelle in Lenklar, hörten die Teilnehmenden die Geschichte der Kapelle und die Legende des Heiligen Rochus. Arnd Conradi von der Martinsgesellschaft Lenklar begrüßte die Pilgernden und freute sich über deren Teilnahme am jährlich von der Gesellschaft ausgerichteten Erntedankgottesdienst, der von Pfarrer Sagayanthan Savarimuthu zelebriert wurde.

Der Erntedankaltar war wunderschön mit Feldfrüchten, Gemüse, Obst und Getreide geschmückt. Der herbstlich bunte Sonnenblumenschmuck in der Kapelle trug zum festlichen Charakter der Messfeier bei. Mit Liedern und Gebeten wurde Gott für die Ernte und die Fülle des Lebens gedankt.

Im Anschluss lud die Martinsgesellschaft zum Erntedankfest ein, zu dem auch die Pilgergruppe willkommen war. Bei Gesprächen und Begegnungen klang der Pilgergang in geselliger Runde aus.

„An Erntedank werden wir daran erinnert, dass wir nach wie vor von der Natur abhängig sind und wir uns an ihrer Fülle und Vielfalt erfreuen dürfen”, fasste Pilgerbegleiterin Gabriele Kranemann die Begeisterung der Teilnehmenden bei diesem Pilgergang zusammen.

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