Mittwoch, April 15, 2026

Sim-Jü-Bilanz: Zu viel Regen und einige Einsätze für die Polizei

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Werne. Am Dienstag, 28. Oktober, ist die diesjährige Sim-Jü-Kirmes zu Ende gegangen. Das überwiegend regnerische Wetter sorgte für weniger Besucher als in den Vorjahren. Trotzdem herrschte unter den meist wetterfest gekleideten Gästen eine positive Stimmung. Zwischenfälle, die zu Einsätzen für die Polizei führten, gab es an den vier Festtagen aber auch.

„Das Wetter hätte man sich mit weniger Regen sicher besser vorstellen können“, so Ordnungsamtsleiterin Petra Jäger. Immerhin aber habe es am Montagabend, passend zum Feuerwerk, einmal eine längere, trockene Phase gegeben.

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Die neue Leiterin des Ordnungsamtes hatte über das Treiben zwischen Buden und Fahrgeschäften in der Sicherheitszentrale einen guten Überblick. Dafür sorgten acht Videotürme, die mit jeweils vier Kameras das Festgelände erfassten.

Erfreulicherweise habe es an den vier Tagen keine kritischen Vorfälle in Zusammenhang mit dem Kirmesbetrieb gegeben, so Petra Jäger. Auch alkoholbedinge Ausfälle habe es nicht gegeben, zu versorgen gewesen seien durch den Rettungsdienst lediglich kleinere Verletzungen wie Schnittwunden, teilte die Ordnungsamtsleiterin mit.

Ordnungsamtsleiterin Petra Jäger hatte mittels Videoüberwachung stets einen guten Überblick über die Geschehnisse auf dem Simon-Juda-Markt. Foto: Volkmer

Für Kordula Mertens, die im kommenden Frühjahr in den Ruhestand geht, war es die letzte Sim-Jü als Dezernentin für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Soziales. „Das ist sicherlich die nasseste Sim-Jü meiner Dienstzeit gewesen. Ich habe Minusgrade bis zu sommerlichen Temperaturen erlebt. Dass es aber vier Tage am Stück nass war, kannte ich bisher nicht“, sagte Mertens.

Auch Schausteller Heinz Deinert, Chef des gleichnamigen Schaustellerbetriebs und unter anderem Betreiber des Fahrgeschäfts Twister, war aufgrund des schlechten Wetters überrascht: „Man hat fast immer mal einen oder zwei Tage, an denen das Wetter schlecht ist, aber dass es an allen Tagen so regnerisch ist, das habe ich in Werne noch nicht erlebt.“

Anzeigen durch die Polizei

Die Polizei meldet in ihrer Bilanz die Erstellung von drei Strafanzeigen wegen Körperverletzungs- und Sachbeschädigungsdelikten und Fundunterschlagung am Samstag. In einem Fall mussten die Polizisten zudem eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeiten gegen das Waffengesetz schreiben.

Am Samstagabend musste überdies zusammen mit dem Ordnungsamt eine Gastronomie in der Innenstadt nach Streitigkeiten geräumt werden. Ein 56-Jähriger aus Werne weigerte sich dabei, die Örtlichkeit zu verlassen. Einem Platzverweis widersetzte sich der Mann – und wurde daher vorläufig festgenommen und dem Gewahrsam zugeführt. „Die Polizisten fertigten zudem noch eine Strafanzeige nach einem tätlichen Angriff auf sie an“, so Nadine Richter von der Pressestelle der Kreispolizei.

Die Polizei verzeichnete im Rahmen der mehrtägigen Großveranstaltung nur wenige Einsätze. Foto: Volkmer

Am Sonntag wurde eine Strafanzeige gegen einen 13-Jährigen aus Werne wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Versicherungsschutz auf einem Roller gefertigt. Deutlich mehr zu tun gab es für die Polizei wieder am Montag. Rund um das Feuerwerk mussten die Polizisten fünf Strafanzeigen schreiben.

Erfasst wurden dabei eine gefährliche Körperverletzung, zwei Strafanzeigen wegen Diebstahls, eine nach einer „Beschriftung“ eines Polizeifahrzeugs und eine Anzeige wegen des Verdachts „Handel mit Betäubungsmitteln“. Eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gab es, weil gegen das Alkoholmitbringverbot verstoßen wurde.

Am Abschlusstag, an dem auch der Krammarkt stattfand, gab es laut Polizei keine besonderen Vorkommnisse.

Hier finden Sie unsere Galerien der vier Kirmestage und vom Fußballspiel.

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