Pokalerfolg der LBW-Damen vielleicht teuer bezahlt

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Werne. Wie schon in der vergangenen Saison sind die heimischen Korbjägerinnen ins WBV-Pokal-Viertelfinale eingezogen. Der klassenhöhere Regionalligist aus Neuss war am Ende chancenlos, weil Werne seine beste Saisonleistung auf den Court brachte.

WBV-Pokal (Damen): LippeBaskets – TG Neuss 75:71 (22:16, 16:19, 22:14, 15:22)

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Das Pokalgame war eigentlich in der Ballspielhalle geplant, doch weil die Heizung ausfiel und das Thermometer nur 10,7 Grad zeigte, wurde in der kleinen Halle der Marga-Spiegel-Schule gespielt. „Die Temperatur muss mindestens 15 Grad betragen. Der neue Austragungsort kam uns aber entgegen, da wir in einer halben Halle trainieren und daher enge, kleine Räume gewohnt sind. Unsere Vorbereitung haben wir aufgrund der Sperrung der Ballspielhalle hier absolviert“, schilderte LBW-Coach Cajus Cramer die Situation im Vorfeld.

Sein Team kam gut rein in die Partie, gewann durch eine Presse viele Bälle und erreichte schnell die Freiwurflinie. Neuss leistete sich früh viele Teamfouls. Dazu sammelten die LippeBaskets viele Reboundgewinne, kämpften mit Herz und Leidenschaft. Zwischenzeitlich lagen die Gastgeberinnen mit 13 Punkten in Führung, der Vorsprung schmolz bis zur Halbzeitpause aber auf drei Zähler.

„Im zweiten Durchgang wollten wir wenige Fehlpässe spielen, zum Korb ziehen, Freiwürfe reinmachen – so ist es auch gekommen“, freute sich Cajus Cramer über den aufgegangenen Matchplan. Er sah das beste Reboundverhalten seiner Mannschaft in dieser Saison. Die gute Dreierausbeute (11) und Freiwurfquote (80 Prozent) waren ebenfalls entscheidend.

Bitter für die LippeBaskets: Michelle Teutenberg musste ins Krankenhaus, nachdem sie bei einem Block-Versuch des Gegners vor die Wand geknallt war. Vermutlich hat sie sich eine Schulter- oder Schlüsselbeinverletzung zugezogen. „Wenn sie nun länger ausfällt, ist der Pokalsieg nur die Hälfte wert“, bangt der Trainer um eine seiner Leistungsträgerinnen.

Beste Scorerin war Izabela „Bella“ Pinkosz mit 36 Punkten. Zudem nutzte U16-Spielerin Lotta Overtheil ihre Chance. „Sie hat keine Angst gezeigt, war nicht nervös und hat wichtige Punkte beigesteuert“, freute sich Cramer.

Ihren guten Lauf wollen die Werner Korbjägerinnen am Freitag im Auswärtsspiel beim BSV Wulfen fortsetzen und den nächsten Sieg in der Oberliga einfahren.

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