Dienstag, März 17, 2026

Stadt Werne will Kunstrasen-Erneuerung im Lindert fördern lassen

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Werne. Nachdem im vergangenen Jahr die Sanierung der Laufbahn im Dahl priorisiert worden war, ist 2026 der Austausch des Kunstrasenbelags im Sportzentrum Lindert vorgesehen. Die Maßnahme könnte umfangreicher ausfallen, wenn die Verwaltung in einen Fördermitteltopf greifen darf.

Die Stadt Werne strebt die Förderung im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung
kommunaler Sportstätten“, die sogenannte Sportmilliarde, mit einem Gesamtvolumen von rund 560.000 Euro an. Das teilte Dr. Tobias Gehrke, Leiter des Kommunalbetriebs Werne (KBW), im zuständigen Ausschuss am vergangenen Mittwoch (07.01.2026) mit.

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„Derzeit befinden wir uns in der Konkretisierung der umzusetzenden Maßnahmen, um den Förderantrag auf den Weg zu bringen“, schilderte Gehrke, dass neben dem Austausch des Kunstrasens auf dem Groß- und Kleinfeld auch weitere Elemente der Sportstätte ertüchtigt werden sollen: Laufbahn, Anlauf zum Weitsprung sowie die barrierefreie Gestaltung des Haupteingangs durch eine Rampe.

„Erhalten wir keinen positiven Förderbescheid, wird nur die Rasenfläche erneuert, von den anderen Punkten nehmen wir dann Abstand“, so der KBW-Chef weiter.

Philipp Gärtner (CDU) wies darauf hin, dass der Bereich rund um den Haupteingang bereits barrierefrei sei und regte an, die Sanierung der Kabinen mit in den Förderantrag aufzunehmen. „Bei Gebäuden ergibt sich ein höherer Anspruch, vor allem im energetischen Bereich. Der zusätzliche finanzielle Aufwand passt nicht in den Wirtschaftsplan“, erteilte Gehrke dem Vorschlag direkt eine Absage.

Der städtische Eigenanteil für die Maßnahme liege bei 55 Prozent, informierte Dr. Tobias Gehrke auf Nachfrage von Artur Reichert (FDP). Esther Schüttpelz (Grüne) rief in Erinnerung, dass Kunstrasenplätze aus Plastik bestehen und dieses beim Zerfall als Mikroplastik in Boden, Gewässer und letztlich auch in die Nahrungskette gelangen kann. „Wir erfüllen alle Vorgaben“, so der KBW-Leiter. Das heißt: Seit 2023 sorgt eine EU-Verordnung für einen Wechsel auf den Sportplätzen, das Granulat soll aus organischen Materialien bestehen. Sollten sich Kommunen an einem Neubau oder wie in diesem Fall an einer Sanierung beteiligen, werden die Plätze perspektivisch ökologisch umgerüstet.

Der Stadtrat muss den Plan, die Maßnahme für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu empfehlen, am kommenden Mittwoch (14.01.2026) beschließen.

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