Werne. Mehrheitlich hat sich der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in seiner Sitzung am 8. Januar 2026 für ein Programm zur Förderung von Stecker-PV-Anlagen ausgesprochen.
Mit acht Ja-Stimmen bei drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen wurde die Verwaltung beauftragt, ein Förderprogramm zur Anschaffung von Stecker- bzw. Balkon-Solaranlagen in Höhe von 100 Euro je Anlage mit einem Fördervolumen von 15.000 Euro aufzulegen. Das hatten die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/ Die Grünen noch in der vergangenen Ratsperiode beantragt.
Die Meinung in dem Gremium war geteilt. „Die Module sind hochprofitabel und nur ein geringer Teil der Bürger/innen profitiert“, kündigte Ferdinand Schulze Froning (CDU) seine Gegenstimme an. Fraktionskollege Jürgen Regener hielt das Programm ebenfalls für nicht zielführend, beließ es aber bei einer Enthaltung. Artur Reichert (FDP) positionierte sich ebenfalls gegen das Förderprogramm. Die Geräte gebe es bei den Discountern, das müsse man nicht mit Steuergeldern fördern, hielt er auch mit Blick auf zusätzliche Arbeit für die Verwaltung dagegen.
Programmstart voraussichtlich im April
Unterstützung für die Förderung der Stecker-Solar-Anlage kam von Dörte Hübchen-Oesterschulze (SPD). Die Förderung sei gut und ein Teil des Klimaschutzes, argumentierte sie im Sinne der Fraktionen hinter dem Antrag.
Im Nachgang zur Sitzung teilte Klimaschutzmanagerin Louisa Rose mit, dass man mit dem Förderprogramm voraussichtlich Anfang April starten werden. Das Förderfenster sei jedoch noch nicht geöffnet. Anmeldungen oder Anträge von Interessierten, die vor dem Start des Förderprogramms einträfen, könnten nicht berücksichtigt werden, informierte sie. Der genauen Starttermin der Stecker-Solargeräteförderung werde rechtzeitig bekanntgeben.
Sonnenernte auf zwölf öffentlichen Gebäuden
Auf zwölf öffentlichen Gebäuden der Stadt Werne wie dem Stadthaus, dem Anne-Frank-Gymnasium oder der Marga-Spiegel-Schule ist die Sonnenernte per Photovoltaik-Anlagen bereits im Gange. Die Gesamtleistung liege bei 655,78 kWp, informierte die Klimaschutzmanagerin.






















