Werne. Im elften Saisonspiel feierten die Handball-Damen des TV Werne ihren ersten Auswärtserfolg und setzten sich beim Hammer SC durch.
Handball, Frauen-Verbandsliga 2: Hammer SC – TV Werne 16:24 (11:13)
Mit einem echten Mini-Kader reiste das Team von Trainer Ingo Wagner nach Hamm. Gerade einmal neun Spielerinnen standen beim Anpfiff zur Verfügung. Doch das Schicksal stellte die Wernerinnen auf eine noch härtere Probe: Madleen Schösse verletzte sich im Spiel am Knie und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Plötzlich stand dem TV Werne nur noch eine einzige Auswechselspielerin zur Verfügung.
„Hamm darf man nicht unterschätzen“, hatte Wagner vor der Partie gewarnt. „Hier haben sich schon ganz andere Mannschaften schwergetan.“ Selbst Spitzenreiter ASC Dortmund ließ beim Tabellenletzten einen Punkt liegen. Umso größer war die Erleichterung nach dem Schlusspfiff. „Ich nehme diese ersten beiden Auswärtspunkte sehr gerne mit. Wie sie zustande gekommen sind, ist am Ende egal. Die Mannschaft hat das vorbildlich durchgezogen und verdient gewonnen“, lobte der Trainer.
Nach einer umkämpften ersten Halbzeit ging Werne mit einer knappen 13:11-Führung in die Kabine. Auch nach Wiederbeginn bestimmten die Gäste das Spiel, ohne sich zunächst entscheidend absetzen zu können. In den letzten 13 Minuten trafen die Wernerinnen sechs Mal in Folge und zogen von 18:16 auf 24:16 davon.

Wagner blieb gewohnt kritisch: 16 Gegentore seien „ein bisschen zu viel“ gewesen, zudem habe man im Angriff einige klare Chancen liegen lassen. Doch selbst das ordnete er schmunzelnd als „typische Meckerei“ ein. Denn was an diesem Abend zählte, war etwas anderes: eine Mannschaft, die zusammenstand, Widerstände überwand und sich belohnte.
Nun richtet sich der Blick nach vorn. Am Samstag, 24. Januar, empfangen die Handball-Damen des TV Werne den TV Emsdetten 1898. Anpfiff ist um 15 Uhr in der Lindert-Sporthalle.
TV Werne: Lara-Joyce Kristan – Sara Strauß, Malin Sophie Plenge, Sonja Plotek (5), Myriam Hins (5), Annika Sprau (3), Madleen Schösse (1), Martha Wegemann (6), Jana Schindelbauer (4)






















