Winterdienst: Schichtbetrieb kontra Schnee und Eis

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Werne. „Alle Straßen im Winterdienst sind befahrbar, es gibt keine Sperrungen“, meldete Bauhofleiter Detlef Bruns am Montagmittag kurz nach dem Schichtwechsel der Bauhofmitarbeiter.

Bis dato waren schon wieder rund 15 Zentimeter Neuschnee auf die für hiesige Verhältnisse recht ordentliche Schneedecke des Vortags gefallen. Die Frühschicht des Winterdienstes hatte bis zu diesem Zeitpunkt bereits zwei der gut dreistündigen Räum- und Streufahrten absolviert.

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Am Abend werden es wie schon am Sonntag vier Touren sein, erklärte Bruns und sieht Werne somit trotz des Dauerschneefalls vergleichsweise gut aufgestellt. Dafür arbeiten derzeit alle 30 Bauhof-Mitarbeiter ausschließlich im Winterdienst und sind im Schichtbetrieb von 3.30 Uhr in der Früh bis nach 22 Uhr am Abend unermüdlich im Einsatz.

Geräumt werden Verbindungsstraßen und die Wohnstraßen mit Winterdienst. Anfragen von Anliegern zum Räumen jenseits der Winterdienst-Bereiche könne man angesichts der ausgeschöpften Einsatzmöglichkeiten nicht zusätzlich nachkommen, schilderte Bruns. „Ich muss ja die Ruhezeiten für die Mitarbeiter einhalten“, begründete er angesichts der besonders widrigen Wetterbedingungen. Dies stoße teilweise auch auf Unverständnis bei den Bürgern, vor allem dann, wenn bei den Räumfahrten vor bereits frei geschobenen Einfahrten wieder ein Schneerand zurückbleibe.

Der Streusalzverbrauch des Winterdienstes sei hoch und werde tonnenweise in einer höheren zweistelligen Zahl aufgebracht, um die Straßen befahrbar zu halten, hieß es ferner. Morgen und an den nachfolgenden Tagen mit tiefen Frosttemperaturen um die 14 Grad werde allerdings kein Salz mehr eingesetzt. Denn sonst friere die angetaute Masse wieder ein und bilde unter der Schneedecke eine gefährliche Eisschicht, hieß es.

Das Verkehrsaufkommen ist derweil deutlich reduziert. Auch manche Firmen reagierten, nannte Detlef Bruns das Beispiel von BASF in Münster. Hier verzichte man darauf, Mitarbeiter in der Spätschicht einzusetzen. Und viele Beschäftigte, die pandemie-bedingt ohnehin im Homeoffice tätig sind, tragen wohl ebenfalls dazu bei, dass das neue geflügelte Wort vom Flockdown auch auf Werne zutrifft.

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