Werne. Wer in Werne über die Begriffe „Karneval“ und „Tradition“ spricht, landet über kurz oder lang bei dem närrischen Klassiker der Lippestadt – der großen Prunksitzung der Kolpingsfamilie „Hol di Fast“. Jetzt hat die 65. Auflage der Veranstaltung wieder über 400 Menschen in ihren Bann gezogen.
Dank guter Vernetzungen in die Szene und dem über die Grenzen der Stadt bekannten guten Ruf der Sitzung ist es den Organisatoren erneut gelungen, einige der Top-Nummern – vornehmlich des rheinisch gelagerten Karnevals – zu verpflichten.
Auch Bernd Heimann alias Bernd vom Bauhof, traditionell zuständig für eine humoristische Bilanz des vergangenen Jahres, durfte im vollbesetzten Saal nicht fehlen. Wie gewohnt teilte der wortgewaltige Büttenredner in fast alle Richtungen aus.

Neben den Bürgermeisterkandidaten nahm Bauhof-Bernd, der sich zunächst als der erste Staatssekretär der Stadt präsentierte, bevor er wieder zum bewährten Outfit wechselte, gleich mehrfach die CDU auf´s Korn. Auch Ex-Bürgermeister Lothar Christ spielte eine Rolle. Mit dem Abschied im vergangenen Jahr habe eine neue Zeitrechnung begonnen. So sprach Bernd vom Bauhof „vom Jahr Eins nach Christ“.
Einen besonders guten Blick auf die vielen Darbietungen hatten neben Sitzungspräsident Jörg Weber auch Mitglieder des Schützenverein Baaken, die den Elferrat stellten. Seit rund zehn Jahren unterstützen Schützen die Einlasskontrollen bei der Veranstaltung. „Im vergangenen Jahr habe ich dann mal gefragt, ob sie nicht auch mal oben sitzen möchten – nach positiver Rückmeldung haben wir das jetzt umgesetzt“, so Hol di Fast-Sprecher Martin Weber.

Im Rahmen des fünfstündigen Bühnenprogramms gab es für zwei der anwesenden Narren eine besondere Auszeichnung. Martin Abdinghoff von der Sparkasse an der Lippe und Philipp Gärtner, Leiter der Volksbank Werne, wurden als Dank für die Unterstützung des Karnevals in Werne zu Ehrensenatoren von „Hol di Fast“ ernannt.
Nach der erfolgreichen Durchführung geht es für Martin Weber und das Organisationsteam nun schon an die Organisation der übernächsten Prunksitzung im Jahr 2028. „Da wir im kommenden Jahr eine sehr kurze Session haben werden, steht das Programm für 2027 schon“, so Weber. Wie immer aber bleiben Details bis zum Abend der Durchführung geheim.

Fest aber steht bereits jetzt, dass viele der Besucher der diesjährigen Sitzung dann wieder am 29. Januar 2027 dabei sein möchten. „Die Liste der Vorbestellungen ist schon lang“, sagte der Sprecher des Organisationskomitees mit einem Lächeln.
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