Werne. Die Stadtkasse ist leer, ein Rekorddefizit wird erwartet. Das schlägt auch bis zur Werne Marketing GmbH durch. Veranstaltungen müssen kompakter geplant werden, Kreativität ist gefragt, so die Schlussfolgerungen der Verantwortlichen.
Das Team um Lars Werkmeister, Geschäftsführer des Stadtmarketings, gewährte zuletzt im Ausschuss für Kultur, Ehrenamt und Patenschaften am vergangenen Mittwoch (11.02.2026) und zuvor schon bei der Vorstellung der Veranstaltung „Frühling in Werne“ einen Einblick in die Planungen unter schwierigen finanziellen Voraussetzungen.
„Wir müssen sparen – und das wird man in diesem Jahr an einigen Stellen merken“, machte Lars Werkmeister vor der Politik deutlich. Am Beispiel des Straßenfestivals bedeute dies eine Reduzierung der Künstleranzahl sowie des Rahmenprogramms. Die Veranstaltungsdauer von drei Tagen (28. bis 30. August 2026) bleibe erhalten. „Das hat uns im letzten Jahr gut gefallen, weil die Besucher die Acts besser wahrnehmen können“, so der Marketing-Chef. Bekanntlich wurde das Straßenfestival wegen des runden Geburtstages vom Kreis Unna auf Sonntag ausgedehnt. Werkmeister betonte aber auch: „Die Weltklasse-Künstler bleiben uns erhalten.“
Entenrennen ausgesetzt – zu hoher Aufwand
Beim „Frühling in Werne“ vom 27. bis 29. März gibt es wie berichtet kein Entenrennen, sondern stattdessen neu das Kugelbahn-Derby, begründet durch den extremen personellen und auch finanziellen Aufwand infolge von Sicherheitsauflagen. „Unsere Leitlinie ist, die Veranstaltungsfläche kompakt zu halten, Zugänge zu reduzieren“, erläuterte Lars Werkmeister. Das führe auch dazu, dass bei dem dreitägigen Event die Bonenstraße erneut nicht mit eingebunden werden kann.
Allein in Sachen Sicherheit verursache das Entenrennen, das nun erst einmal ausgesetzt werde, Mehrkosten in einem hohen fünfstelligen Bereich.
„Wir wollen die Anlässe erhalten und nicht unbedingt notwendige Ausgaben verringern. Es sind schwere Bedingungen, aber wir tun das alles, um auf das Konto der Innenstadt einzuzahlen“, führte Werkmeister aus. Und weiter: „Trotz des Sparzwanges wollen wir den Unterhaltungswert erhalten und aus der Not eine Tugend machen. Das ist ein schwieriger Spagat. Doch viele Sachen ganz zu streichen – das kommt für uns nicht in die Tüte.“
Die Einbindung von Sponsoren bei den Veranstaltungen soll zudem weiter fortgeführt und intensiviert werden. „Ohne diese Unterstützung wäre es schon im vergangenen Jahr nicht gegangen“, stellte der Marketing-Chef abschließend fest.






















