Werne. Zwischen 10.000 und 12.000 Menschen haben am Rosenmontag den großen Umzug an den Straßen verfolgt und mitgefeiert. Sowohl Ordnungsamt als auch Polizei ziehen am Tag danach ein positives Fazit einer Veranstaltung ohne besondere Vorkommnisse, obwohl etliche Platzverweise ausgesprochen sowie einige Strafanzeigen geschrieben werden mussten.
Bis 21 Uhr dauerte der Rosenmontag für Petra Jäger, die zuständige Abteilungsleiterin des Ordnungsamtes und ihr Team. Zwei Stunden vorher war das offizielle Ende der Feierlichkeiten auf dem Markt erfolgt.
„Trotz des Wetters war die Strecke gut besucht, und es waren viele Familien mit Kindern da. Der Regenschauer mitten im Umzug hätte aber gerne wegbleiben können. Dennoch glaube ich, dass der Regen keinen davon abgehalten hat, den Zug bis zum Ende zu verfolgen“, so Petra Jäger.
Das Wichtigste sei gewesen, dass eine gute Stimmung geherrscht habe und der Umzug ohne Vorkommnisse vonstatten gegangen sei, so die Leiterin des Ordnungsamtes weiter. Die Veranstaltung sei friedlich verlaufen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zahlreich im Einsatz waren, hätten nicht eingreifen müssen. „So wünschen wir uns das für die nächsten Jahre auch“, unterstreicht Petra Jäger.

Für Kordula Mertens, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Soziales, die in Kürze in den wohlverdienten Ruhestand geht, war es die letzte dienstliche Teilnahme am Umzug. „Es scheint so, als würde der Himmel immer wieder weinen, weil sie geht“, meinte Petra Jäger mit einem Augenzwinkern. Denn auch bei der letzten Sim-Jü-Ausgabe hatte es so viel geregnet, wie selten zuvor.
Anzeigen durch die Polizei
Neun Strafanzeigen, davon sechs wegen Körperverletzungsdelikten, zwei wegen Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte und eine Anzeige wegen sexueller Belästigung, zählt der Leiter der Pressestelle, Bernd Pentrop, auf Anfrage auf. Dazu gab es 17 Platzverweise, zwei Personen wollten diese nicht befolgen und wurden in Gewahrsam genommen.
„Insgesamt war das – im Hinblick auf die vielen Menschen – ein durchaus friedlicher Einsatz. Ein paar Ausreißer sind immer dabei“, bilanziert der Polizeihauptkommissar, dem die Beamten, die beim Umzug vor Ort dabei waren, eine Zahl vor etwa 10.000 Besucherinnen und Besuchern während des Umzugs übermittelt haben.
Nach Beschwerden im Vorjahr war die Musiklautstärke der teilnehmenden Fahrzeuge von der IWK auf 90 Dezibel begrenzt worden. IWK-Vorsitzender Michael Biegel gehörte zu denen, die das während des Umzugs mit entsprechenden Messgeräten kontrollierten. „Die, bei denen es zu laut war, haben das dann entsprechend nach unten geregelt“, berichtet IWK-Präsident Michael Holtmann.

Insgesamt sei die der Zug, an dem 36 Gruppen und Institutionen teilnahmen, gut verlaufen. „Wir wurden zwar etwas nass, aber letztlich war es okay“, so Michael Holtmann. Das Wetter kostete letztlich auch Zuschauer. „Letztes Jahr war das Wetter besser und dementsprechend waren auch mehr Menschen da.“ Der IWK-Präsident, der den Umzug anführte, schätzt, dass bis zu 12.000 Menschen mitgefeiert haben.






















