Werne. Einen kleinen schwarzen Koffer mit technischem Messgerät im Innern schickt die Stadtverwaltung künftig verstärkt auf die Reise, um innerorts Geschwindigkeitsübertretungen aufzudecken. Konsequenzen für Verkehrsteilnehmer, die zu schnell unterwegs sind, hat dies – vorerst – noch nicht, denn zu schnelles Fahren ahnden, wie bei einem Blitzer, kann man damit nicht.
Vielmehr sollen mit Hilfe des unauffälligen Seitenradargeräts an immer wechselnden Stellen im Stadtgebiet Geschwindigkeiten und Verkehrsfrequenzen gemessen werden. Das sei bisher nur punktuell geschehen, informierte KBW-Leiter Dr. Tobias Gehrke im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (11. März 2026).
Künftig aber sollen dem Koffer kaum noch Pausen vergönnt sein, denn auf Basis der so gewonnenen Messdaten will die Verwaltung prüfen, ob man mittelfristig vor Ort selbst mit dem Radargerät Temposündern auf die Spur kommen will. Bislang, so Gehrke, werde dies in Regie des Kreises Unna durchgeführt.
„Immense Beschwerden“ über zu hohes Tempo innerorts
„Es gibt immense Beschwerden“, schilderte der KBW-Leiter die Reaktionen aus der Bürgerschaft über teils erhebliche Geschwindigkeitsübertretungen, gerade auch an hochbelasteten Straßen. In der Schulstraße mit dem blauen Spielstraßenschild wurde beispielsweise einmal ein Spitzenwert von 70 Kilometer pro Stunde erfasst.
Mit dem regelmäßigen Einsatz des Koffers soll eine Datenbasis geschaffen werden, die Erkenntnisse über besonders belastete Bereiche zulässt, sodass mit verkehrlichen Maßnahmen gegengesteuert werden könne, hieß es sinngemäß. Dabei sei man allerdings auf das Aufstellen von Schildern beschränkt, welche die erlaubte Geschwindigkeit vorgeben, erläuterte Gehrke. Eine Möglichkeit, die zugleich auch teuer sei. Mit genauen Erkenntnissen darüber, wo besonders viele Übertretungen vorkommen, ließen sich Gegenmaßnahmen zielgenauer einsetzen. Darüber werde man im Fachausschuss regelmäßig berichten.






















