Werne. Die Kolpingsfamilie Werne an der Lippe plant eine Fahrt zur KZ-Gedenkstätte Esterwegen, um an die Ereignisse und den Mut ihrer Mitglieder während der NS-Zeit zu erinnern.
Vor 90 Jahren protestierte die Kolpingsfamilie Werne an der Lippe nach einer Vorstandssitzung gegen die Verbreitung eines Flugblattes in Münster. Dieses Flugblatt diffamierte die Orden und die katholische Kirche. Die Kolpingbrüder kommentierten das Flugblatt, vervielfältigten es und verteilten es auf dem Nachhauseweg unter den Haustüren. Dabei wurden sieben Mitglieder erwischt; sechs von ihnen wurden von den NS-Behörden zu neun Monaten Aufenthalt im Konzentrationslager Esterwegen verurteilt. Esterwegen zählt zu den ersten Konzentrationslagern, die 1933 errichtet wurden, und war berüchtigt für seine strengen Bedingungen und die Misshandlung der Gefangenen.
Nach dem Krieg berichtete Kolpingbruder Heinrich Kroes von dieser schweren Zeit. Die Kolpingsfamilie hat stets die mutige Tat und die Tapferkeit ihrer Mitglieder gewürdigt. Es sei wichtig, dass wir uns an diese Ereignisse erinnern, um sicherzustellen, dass solche Gräueltaten nie wieder passieren.
Zu Ehren der betroffenen Kolpingbrüder möchte man die Gedenkstätte des KZ Esterwegen besuchen. Der folgende Ablauf ist vorgesehen:
• Freitag, 19.06.2026, 8.00 Uhr – Abfahrt mit dem Bus vom Kurt-Schumacher-Platz
• 11.00 Uhr – Besuch des Franziskanerinnen Klosters und Gedenkgottesdienst
• 13.00 Uhr – Mittagessen im Hotel Graf Balduin
• 15.00 Uhr – Besuch der Gedenkstätte mit Führung
• 17.00 Uhr – Rückfahrt
Die Kosten für die Teilnahme, inklusive Essen und Führung, betragen 30 Euro für Mitglieder und 40 Euro für Nichtmitglieder. Bei Anmeldung mit der Bestätigung der Kolpingsfamilie erfolgt dann die Einzahlung auf das dann genannte Konto.
Anmeldung: Elisabeth Schwert Tel. 02389/531311 oder 0160 7094462; Josef Meinke Tel.02389/45396 oder 0173 9371464.






















